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Dinslaken
Rendezvous mit Tucholsky und Tolkien

Dinslaken: Rendezvous mit Tucholsky und Tolkien
Oliver Steller: Rezitator, Musiker, Komponist. Am 8. Dezember gastiert er mit seinem Kurt-Tucholsky-Programm im Rahmen des "Rendezvous nach Ladenschluss" in der Evangelischen Stadtkirche in Dinslaken. FOTO: Privat
Dinslaken. Von Oliver Steller bis zum "Herrn der Ringe": Ab Oktober setzt der Förderverein Kultur und Evangelischen Kirche in Dinslaken seine Dienstagsreihe "nach Ladenschluss" fort Von Bettina Schack

Kurt Tucholsky, Georg Friedrich Händel oder doch lieber Eowyn aus dem "Herr der Ringe"? Für wen auch immer man sich entscheidet, es wird ein interessantes "Rendezvous nach Ladenschluss". Am 13. Oktober um 18.30 Uhr startet der Förderverein Kultur und Evangelische Kirche in Dinslaken in seine neue Reihe - immer am zweiten Dienstag im Monat. Ein Format aus Lesung und Musik, das in Dinslaken eine stetig wachsende Zahl von Freunden findet: 170 besuchten das Sommer-Rendezvous vor vier Wochen, ein Teil der Besucher fand nur noch auf der Orgelempore Platz.

Ähnlich voll wird es voraussichtlich auch werden, wenn am Dienstag, 8. Dezember, Oliver Steller Texte von Kurt Tucholsky singt und spricht. Zwischen Geschichten aus dem Leben Tucholskys werden dessen Charakter und Gedichte durch Stellers Sprache und Gesang lebendig, ein unvergessliches Erlebnis nicht nur für Literaturliebhaber.

"Sternstunden der Menschheit" übertitelte Stefan Zweig seine Sammlung von 14 historischen Kurzgeschichten. Am 13. Oktober liest Adnan Köse daraus "Georg Friedrich Händels Auferstehen",. Gerhard Greiner, Vorsitzender des Fördervereins, sprach als Flüchtlingspfarrer i.R. in Köses Dokumentarfilm "Letzte Zuflucht". Bei dieser Gelegenheit entstand die Idee, dass der Regisseur und Autor auch einmal ein "Rendezvous" ausrichten könnte. Adnan Köse entschied sich als großer Händelliebhaber für die literarische Miniatur von Stefan Zweig, Gabriele Kortas-Zens spielt dazu Orgelauszüge aus dem "Messias".

Die Burghofbühne ist Kooperationspartner der Reihe von der ersten Stunde an. Am 10. November lesen Mitwirkende der AG Jugend der Burghofbühne aus "Eines Tages, Baby" der Poetry-Slammerin Julia Engelmann. Der Förderverein erhofft sich dabei ein ähnlich junges Publikum wie bei den erfolgreichen "Känguruh-Chroniken" in der letzten Saison.

Dass die Musik an diesen Abend von einem Streichquartett gespielt wird, passt genau ins Konzept: Hinter dem "Joker-Streichquartett" stecken vier junge Oberhausenerinnen, die sich in der Schule kennen lernten und nun Popmusik für ihre Instrumente selbst arrangieren. Und nochmal Burghofbühne: Am 12. Januar 2016 lesen Ensemblemitglieder Bastian Bielendorfers "Mutter ruft an - Mein Anschiss unter dieser Nummer".

Nachdem Jörn Arne Wulf zu Beginn der letzten Saison das Publikum mit seinen Märchen verzaubert hat, soll dieses Genre einen festen Platz im "Rendezvous" erhalten. Am 16. Februar bringt das Duo Simsalakling - Jutta Ulrich und Claudia Paswark - Märchen aus Afrika mit.

Im Reich zwischen Märchen und epischer Mythologie liegt die Welt des Fantasy-Romans. Viele haben sich in den letzten 50 Jahren aufgemacht, auf den Spuren von J.R.R. Tolkien zu wandeln, aber Mittelerde ist eine einzigartige Schöpfung. Der Meinung ist auch Gerhard Greiner. Und so erwartet die Besucher in der evangelischen Stadtkirche zum Abschluss der Reihe am 8. März Musik aus den "Herrn der Ringe"-Filme zusammen mit Szenen aus den Büchern, die im Film nur angedeutet blieben.

Quelle: RP
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