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Lokalsport
Der Titeltraum der RESG Walsum lebt weiter

Walsum. Mit der Schlusssirene wischte die Kugel am verwaisten Tor des RSC Cronenberg vorbei. Ein kurzer Moment der Enttäuschung über den verpassten Treffer - dann feierten Spieler und Fans der RESG Walsum gemeinsam. Die Gäste aus Wuppertal hatten ihren Keeper Eric Soriano aus dem Kasten genommen, um noch den Ausgleich und damit die Verlängerung im zweiten Play-off-Viertelfinale der Rollhockey-Bundesliga zu erzwingen. Doch das gelang nicht mehr: Durch den 5:4 (2:3)-Erfolg hat der deutsche Rekordmeister erstmals seit 2011 wieder das Halbfinale erreicht, in dem es nun ab dem kommenden Wochenende gegen die ERG Iserlohn geht. Der Titeltraum lebt. Walsums Trainer Günther Szalek meinte überglücklich: "Von mir aus könnte morgen die Welt untergehen - ich wäre froh über das, was wir bislang erreicht haben."

Die Zuschauer in der voll besetzten Halle Beckersloh bekamen zunächst eine Partie auf Augenhöhe serviert. Erwartungsgemäß war auch der Einsatz auf beiden Seiten hoch. Vor allem der Ex-Walsumer Benjamin Nusch wirkte zuweilen übermotiviert. Das 1:0 nach einer Direktabnahme von Xevi Berruezo (8.) beantwortete Cronenberg mit einem Distanztreffer von Marco Bernadowitz (14.). Ein umstrittener Penalty, den Jordi Molet verwandelte, brachte die erstmalige Gästeführung (20.), der nur Augenblicke später das 2:2 durch Felipe Sturla folgte, ebenfalls per Penalty. Noch vor der Pause fälschte Benjamin Nusch einen weiteren Bernadowitz-Schuss von der Mittellinie unhaltbar für Tobias Wahlen zum Cronenberger 3:2 ab (23.). Der Lösungsansatz in Abschnitt zwei: ein dynamischer Sturmlauf über die linke Seite von Nuno Rilhas, den der 43-Jährige in imponierender Manier mit einem Schlagschuss zum 3:3 in den Winkel abschloss (39.). Ein Abstauber von Pedro Queiros ließ die Partie endgültig in die Walsumer Richtung kippen (41.), ehe Ximi Jimenez nach einem vergebenen Direkten den Nachschuss ins Tor kratzte (47.). Weil der Spanier kurz darauf die Kugel verlor, was Bernadowitz zum 4:5 nutzte (49.), blieb es bis in die letzten Sekunden spannend.

(T.K.)
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