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Voerde
Terminal soll wirtschaftliche Impulse geben

Voerde: Terminal soll wirtschaftliche Impulse geben
Mit dem ersten Containerhub feierte Contargo die Eröffnung des neuen Terminals Emmelsum und grüßte seine Gäste. FOTO: Peggy Mendel
Voerde. Die Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH hat ihren neuen Standort im Emmelsumer Hafen offiziell eröffnet. Dirk Haarmann, Bürgermeister der Stadt Voerde, sprach von einem "Meilenstein". Von Heinz Schild

Die gestrige offizielle Eröffnung des neuen Terminals der Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH im Hafen Emmelsum wertet Haarmann als ein deutliches Zeichen für die positive Entwicklung. Vom Betrieb des Terminals erwartet er wirtschaftliche Impulse für Voerde, für die Hafengesellschaft DeltaPort und die Region. "Dieser Tag läßt uns mit Zufriedenheit in die Zukunft blicken", meinte der Bürgermeister. Zur feierlichen Eröffnung des Terminals Emmelsum waren geladene Gäste aus Politik und Verwaltung aus dem Kreis Wesel, Mitarbeiter der bauausführenden Firmen sowie Kunden von Contargo erschienen. Sie erlebten den ersten Containerhub vom Wasser aus. Vom Oberdeck der MS River Dream verfolgten sie, wie der Portalkran auf dem Terminalgelände den ersten Container von einem Lkw hob. Als der Kran seine Last in luftiger Höhe gedreht hatte, war auf einem großen Banner "Contargo grüßt seine Gäste" zu lesen.

Dass es ein langer Weg bis zur Eröffnung des neuen Standortes in Emmelsum gewesen ist, daran erinnerte Ralf Gerlach, einer der beiden Geschäftsführer der Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH. Bereits 2011 wurde der große Portalkran gekauft. Bis zur Inbetriebnahme des Terminals ereignete sich einiges, so verschwand irgendwann eine komplette Kühlhalle. "Wir wissen immer noch nicht, wo sie geblieben ist", doch sei dem Unternehmen dadurch die kostspielige Entsorgung erspart geblieben, berichtete Ralf Gerlach den erstaunten Gästen. Beim Bau der neuen Anlage wurde nach seinen Worten auf Nachhaltigkeit geachtet. "Nun nach Fertigstellung ist es die wichtigste Aufgabe, das Terminal mit Leben zu füllen, es mit Containern zu bestücken." Emmelsum ist das jüngste Terminal im Contargo-Netzwerk, das 24 Terminals umfasst, berichtete Klemens Rethmann, Vorstandsvorsitzender der Rhenus-Gruppe, zu der Contargo gehört. Das Terminal Emmelsum bildet gemeinsam mit dem Terminal Emmerich die Contargo Rhein-Waal-Lippe GmbH. Man sei sehr stolz darauf, die beiden Terminalstandorte in eine neue Gesellschaft überführt zu haben, erklärte Michael Mies, Co-Geschäftsführer dieser neuen Gesellschaft.

Die Azolla lag gestern im Hafen Emmelsum. Das Schiff hatte Container für das neue Terminal geladen. FOTO: Peggy Mendel

In Emmelsum ist nach den Worten von Andreas Stolte, Geschäftsführer der DeltaPort-Häfengesellschaft, das modernste Containerterminal entlang der Rheinschiene entstanden. Dieses Terminal werde dazu beitragen, staugeplagte und überlastete Straßen zu entlasten. Contargo habe rund 15 Millionen Euro in den neuen Standort investiert, so Stolte weiter. Ziel sei es, das Terminal in drei Schichten zu betreiben.

Die Emmelsumer Contargo-Anlagen sind auf einem 46.000 Quadratmeter großen Grundstück entstanden und dienen dem Umschlag vom Schiff auf Bahn und Lkw. Der dortige Portalkran ist 30 Meter hoch, 72 Meter breit und wiegt 260 Tonnen. Die Tragfähigkeit des Krans beträgt 50 Tonnen, erläuterte Contargo-Projektleiter Georg Lochner. Der Standort verfügt über 300 Meter Kailänge sowie zwei mal 315 Meter Gleisanlagen. Auf dem Betriebsgelände stehen Stellplätze für rund 1400 Container zur Verfügung. Pro Jahr können in Emmelsum 60.000 Container (Durchschnittslänge sechs Meter) umgeschlagen werden. Auf dem Standort wurden Verkehrswege, Pkw- und Lkw-Stellplätze angelegt . Auch wurden ein Abfertigungs- und Sozialgebäude sowie eine Halle für Reparaturen und Instandhaltungen errichtet.

Sie eröffneten gestern das Terminal Emmelsum offiziell (von links): Dirk Haarmann, Peter Hinze, Andreas Stolte, Klemens Rethmann und Karl Borkes. FOTO: Peggy Mendel
Quelle: RP
 
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