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Voerde
Übung: In 20 Minuten war die Nato-Rampe dicht

Voerde. Mobile Aluminium-Elemente für den Hochwasserschutz ließen sich problemlos installieren.

In nur 20 Minuten war die "Natorampe" dicht. Sechs Mitglieder von Deichstuhl und Erbentag hatten sich zu einer Hochwasserschutzübung des Deichverbandes Mehrum verabredet und konnten die mobilen Aluminium-Elemente in kürzester Zeit installieren. Der etwa sieben Meter breite Durchlass im Deich zwischen Götterswickerhamm und Mehrum, der als Zufahrt für das Vorland dient, müsste im Falle von Hochwasser abgedichtet werden.

"Wir haben mit den Wasserstandsmeldungen aus Düsseldorf und Duisburg eine Vorlaufzeit von einem bis eineinhalb Tagen", erklärte Erbentagsmitglied Hans-Bernd Sarres das Vorgehen bei steigenden Pegelständen. "Das reicht, um die Elemente zur Rampe zu transportieren und zu installieren." Der Aufbau der Doppelwand aus etwa 50 Einzelteilen habe völlig reibungslos geklappt, so Sarres, da brauche es keine spezielle Ausbildung oder Fähigkeiten. Jedermann könne helfen. Die Hochwasserschutzelemente sind zurzeit noch privat gelagert, sollen aber in Kürze in einer noch zu bauenden Lagerhalle des Deichverbandes neben der Freiwilligen Feuerwehr Löhnen untergebracht werden. Von dort wären sie auch in kürzester Zeit nach Götterswickerhamm zu schaffen, wenn man sich dort mit mobilem Hochwasserschutz statt einer starren Mauer gegen die Fluten des Rheines schützen würde. Eine Entscheidung darüber steht noch aus. Dass die Übung an der Natorampe fast mühelos und gänzlich ohne Probleme abgelaufen ist, dürfte die Befürworter von mobilem Hochwasserschutz stärken. "Natürlich ist es mit einem gewissen Aufwand verbunden, die Elemente in den Ort zu schaffen und aufzubauen, natürlich müsste man das regelmäßig üben und die Bevölkerung müsste eingebunden werden, aber dafür würde sich der negative Einfluss des Hochwasserschutzes auf das Ortsbild auch in Grenzen halten und es gäbe auch in Zukunft freie Sicht auf den Fluss", hieß es einhellig.

(ba)
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