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Dinslaken
Volksbank: Niedrigzins bereitet Sorgen

Dinslaken: Volksbank: Niedrigzins bereitet Sorgen
Die Vorstandsmitglieder der Volksband Dinslaken (von links), Gerhard Bremekamp und Claus Overlöper, sowie Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Buschmann begrüßten die beiden Referenten von der Firma RDS Consulting GmbH, Sandra Gehling und Mike Stoffels (rechts). Sie sprachen nach der Vertreterversammlung der Bank zum Thema Herausforderungen und Veränderungen des digitalen Wandels. FOTO: voba
Dinslaken. Vertreterversammlung senkt die Dividende für die Mitglieder auf drei Prozent, um die Rücklagen zu stärken. Von Heinz Schild

Die Niedrigzinsphase hält weiter an und gibt "Anlass zur Sorge", wie Claus Overlöper, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Dinslaken, in der Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank sagte. Deutlich über 160 Mitglieder des Geldinstituts nahmen an der Versammlung teil, die wegen der Schließung der Kathrin-Türks-Halle erstmals in der Aula des Gustav-Heinemann-Schulzentrums stattfand. Mit der Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr sei man zufrieden, so Overlöper weiter.

Die europäische Niedrigzinspolitik und die Regulierungsauflagen für Geldinstitute durch die Bankenaufsicht machen es der Volksbank Dinslaken allerdings "immer schwerer, auskömmliche Margen zu erzielen". Und diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Deshalb prognostizierte Overlöper, dass das Betriebsergebnis weiter zurückgehen wird. Die Genossenschaftsbank hat bereits reagiert und die Filialen Baßfelds-hof und Hünxe-Bruckhausen im März geschlossen. Die beiden Standort werden allerdings nicht aufgegeben, an der Augustastraße entsteht in den nächsten Wochen neben der Bäckerei Schollin ein Pavillon mit Geldausgabeautomat, Überweisungsgerät sowie Kontoauszugsdrucker. In Bruckhausen stehen diese Geräte vorerst weiterhin am bekannten Standort den Kunden zur Verfügung.

Um das Eigenkapital der Bank zu stärken, wurde vom Vorstand vorgeschlagen, die Dividende für die Mitglieder von vier auf drei Prozent zu senken. Die Vertreter stimmten dem ebenso zu wie dem Vorschlag, 390.000 Euro des mit rund 480.000 Euro ausgewiesenen Bilanzgewinns für die Stärkung der Rücklagen zu verwenden.

Angesichts der schwieriger werden Situation prüft die Volksbank Dinslaken auch, ob die Kooperation mit der Volksbank Rhein-Lippe ausgebaut werden kann, zudem wird die Werbung um Neukunden verstärkt. Die Bank will ihren Kunden ein bodenständiger und verlässlicher Partner sein. Angestrebt werde nicht der schnelle Geschäftsabschluss, sondern eine dauerhaft, möglichst lebenslange Kundenbeziehung. Die Volksbank Dinslaken biete ihre Leistungen zu einem marktgerechten Preis an, sie könne nicht billiger als andere Banken sein, "wohl aber besser", sagte Overlöper.

Um die eigene Leistungsstärke auszubauen, setzt die Bank Neuerungen um, die Vorstandsmitglied Gerhard Bremekamp den Vertretern erläuterte. So gibt es nun beispielsweise eine Spezialistenmannschaft für die Baufinanzierung und ein neues Serviceteam, das Ansprechartner für die Kunden ist. Neu aufgestellt hat sich im Immobilienbereich die Immo GmbH, an der die Volksbank Dinslaken beteiligt ist. Das Geldinstitut setzt weiterhin auf Vernetzung der Wege, es bietet seinen Kunden sowohl die Geschäftsstelle mit ihren Mitarbeitern vor Ort als auch eine gute Technik an - und dazu gehört in einer sich zunehmend digitalisierenden Welt auch die stete Erreichbarkeit über das Internet.

Quelle: RP
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