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Dinslaken
Wetterfeste Kirmes in der Kohlenmischhalle

Dinslaken. SPD und CDU stellen gemeinsamen Prüfauftrag und rennen damit bei der Stadt offene Türen ein.

Wer regelmäßig nach der Martinikirmes traurig darüber ist, dass es bis zum nächsten Rummel in Dinslaken wieder ein ganzes Jahr dauern soll, kann jetzt Hoffnung schöpfen. Denn Politik und Stadtverwaltung haben die Idee, im Frühling eine Kirmes auf dem Lohberger Zechengelände zu etablieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Kohlenmischhalle, in der die Kirmes ganz oder teilweise wetterfest untergebracht werden könnte.

In einem gemeinsamen Prüfauftrag fordern jetzt SPD und CDU die Verwaltung auf, die Rahmenbedingungen, Fakten und Chancen für ein solches Volksfest zusammen zu tragen. Und damit rennen die Politiker bei der Stadtverwaltung offene Türen ein. Auf Anfrage bestätigte Stadtsprecher Horst Dickhäuser, dass man bereits vor Monaten damit begonnen habe, die Chancen auf ein solches Fest auszuloten. So gehe es zum Beispiel darum, den Untergrund auf seine Standfestigkeit für Fahrgeschäfte und andere Attraktionen zu untersuchen. Antworten auf diese und weitere Fragen könne man derzeit noch nicht geben, so Dickhäuser. Vielleicht sorgt der Prüfauftrag von SPD und CDU da für zusätzlichen Rückenwind. "Die Einführung einer Kirmes, gerade im Frühjahresbereich, soll zum einen den Stadtteil Lohberg stärken und zum anderen auf die diversen Vorzüge und Freizeitmöglichkeiten hinweisen", erklären die beiden Mehrheitsfraktionen in ihrem Antrag.

Bei den Untersuchungen soll die Verwaltung die Kohlenmischhalle, aber auch den Bergpark und den Johannesplatz einbeziehen. "Wir könnten uns vorstellen, dass man erst mal etwas kleiner startet und die Kirmes dann später vergrößert, wenn sie etabliert ist", so CDU-Fraktionschef Heinz Wansing. Außerdem soll die Stadtverwaltung möglicherweise notwendige Investitionen auflisten, Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen.

Die Schausteller sehen das Ansinnen grundsätzlich positiv. "Ein Fest in der Kohlenmischhalle, vielleicht zum Thema Bergbau, verbunden mit Kirmesattraktionen im wettermäßig nicht so stabilen Frühjahr wäre interessant", sagt Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes. Da das Gelände etwas abgelegen sei, müsse sowohl Konzept als auch Werbung stimmen, so Ritter. Der Rat kann den Prüfauftrag im Dezember beschließen, realistisch wäre eine Kirmes in Lohberg frühestens 2017.

(kub)
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