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Dinslaken
Wunsch: Ein Solarlicht für alle Hütten

Dinslaken. Helga Strajhar und Kaplan Sinto vom Ghanakreis der Gemeinde Sankt Ludgerus in Walsum besuchten die Partnergemeinde Sankt Joseph in Jirapa. Für beide war es die erste Reise nach Ghana und sicherlich nicht die letzte.

Ziel der Reise war es, Pfarrer Sylvester Nankpi und die Menschen in der Partnergemeinde und auf den Außenstationen kennen zu lernen und sich ein Bild über die geförderten Projekte zu machen. Father Sylvester holte die Gäste am Flughafen in Accra ab und war während der gesamten Zeit ihrer Reise ihr zuverlässiger Reiseleiter. "Zunächst blieben wir drei Tage in Accra, erkundeten die Stadt mit ihrem großen Markt, fuhren zum Strand und sammelten die ersten Eindrücke über das Leben in Afrika und dann ging es in einer 17-stündigen Fahrt über Straßen mit großen Schlaglöchern, von Ziegen, Hunden und Kühen belagert im Schneckentempo nach Jirapa. Nach unserer Ankunft waren wir von der Herzlichkeit der Menschen und deren Freude über unseren Besuch überwältigt. Schulkinder führten Tänze auf, hießen uns willkommen. Wo wir auftauchten, lernten wir freundliche Menschen kennen", berichtet Helga Strajhar.

Ghana gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. In den fensterlosen Hütten auf den Außenstationen gibt es weder Wasser noch Strom. Deshalb startet der Ghanakreis Walsum das Projekt "Licht für Ghana, Derzeit werden die Hütten mit Petroleumlampen beleuchtet. Petroleum ist teuer, schädigt die Gesundheit und die Umwelt. Deshalb sollen 100 Solarleuchten zum Stückpreis von 20 Euro als Leih-Lampen angeschafft und über die Partnergemeinde an die Außenbezirke ausgeliefert werden. Jede Familie kann sich um eine Lampe bewerben. Sie erhält sie kostenlos und spart durch den Wegfall des Petroleums in etwa drei Monaten 20 Euro und kann dann die Solarleuchte kaufen. Die Leihlampe wird dann an die nächste Familie gegeben. "In knapp zwei Jahren könnten alle Hütten der 14 Außenstationen der Partnergemeinde mit kostenloser Sonnenenergie beleuchtet werden und einen Beitrag zur Schonung der Umwelt leisten, aber auch den Familien mehr Lebensqualität bieten", so Helga Strajhar, die als CDU-Politikerin Mitglied im Umweltausschuss ist und zuversichtlich ist, das Projekt zeitnah realisieren zu können. Die deutsche Gesellschaft Villageboom betreut das Projekt vor Ort.

Bei Treffen mit dem Pfarrgemeinderat, den Jugendlichen der Pfarrei, den Messdienern und Katecheten sowie den Frauengruppen erfuhren die Besucher vieles über das sehr lebendige Gemeindeleben. Vor allem wurde immer wieder der Wunsch zur Verfestigung und Erweiterung der Partnerschaft vorgetragen. Pfarrer Sylvester würde gerne die Ludgerus-Gemeinde kennen lernen.

Ein Höhepunkt war die gemeinsame Feier der Sonntagsgottesdienste in der Pfarrkirche und auf den Außenstationen. Völlig überfüllte Kirchen mit fröhlichen, singenden und tanzenden Gläubigen in farbenprächtigen Kleidern hinterließen einen tiefen Eindruck. Es gab ein kurzes Zusammentreffen mit dem eremitierten Bischof Dr. Paul Bemile, der spontan zum Abendessen einlud. "Hierbei unterhielt er sich angeregt auf Deutsch mit uns, hatte er doch fünf Jahre in Regensburg studiert, und erzählte so manche Anekdote", berichtet Helga Strajhar.

Zusammen mit Kaplan Sinto besuchten die Gäste sie katholische Schulen, Kindergärten und ein Waisenhaus. Ein Erlebnis war der Besuch des Nationalparks in Bole, wo die beiden Deutschen Elefanten, Antilopen und Affen hautnah bestaunen konnten. Der Besuch des St. Joseph-Hospital in Jirapa zeigte den beiden Gästen, wie nötig Hilfe aus Europa ist. In einem Saal liegen etwa 30 Kranke mit unzureichenden Sanitäranlagen, fehlende ärztliche Hilfsmittel sind der Alltag.

Kaplan Sinto und Helga Strajhar sind sich einig, dass sie die Partnergemeinde weiterhin tatkräftig unterstützen werden.

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann eine Spende auf das Konto der Gemeinde Sankt Dionysius, Stichwort: "Licht für Ghana" überweisen. IBAN: DE 41 3506 0386 6426 0501 25, BIC: GENODED1VRR

Quelle: RP
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