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Düsseldorf
Defizit der Stadt steigt um 11,6 Millionen

Düsseldorf. Der Haushalt weist 2015 laut Bericht der Kämmerin ein Minus von mindestens 58,6 Millionen Euro aus. Von Denisa Richters

Von dem im Juni vom damaligen Kämmerer Manfred Abrahams gezeichneten Szenario einer Unterdeckung von mehr als 100 Millionen Euro ist der städtische Haushalt in diesem Jahr zwar noch weit entfernt. Dennoch fällt das Defizit weit höher aus als noch vor einem Vierteljahr gedacht. Laut dem ersten Controllingbericht, den Abrahams Nachfolgerin Dorothée Schneider am Montag dem Haupt- und Finanzausschuss vorlegt, erhöht sich das Minus im Etat zum Stichtag 30. September um 11,6 Millionen auf dann 58,6 Millionen Euro.

Und dabei ist die für dieses Jahr eingeplante Ausschüttung der Stadtsparkasse in Höhe von 26,5 Millionen Euro noch gar nicht eingerechnet. Bleibt auch sie aus, erhöht sich das Defizit entsprechend. Damit schmelzen die Ersparnisse der Stadt weiter zusammen: Lag die Nettofinanzposition bei der städtischen Holding (dort sind die Beteiligungen gebündelt) Anfang 2015 noch bei 154,6 Millionen Euro (ein Jahr zuvor 324,5 Mio.), waren es Ende September nur noch 45,4 Millionen Euro.

Um liquide zu bleiben, musste die Stadt bei der Holding weitere Kredite aufnehmen, die Schulden belaufen sich dort inzwischen auf 440 Millionen Euro. Als Gründe für das höhere Defizit nennt Schneider steigende Kosten für die Flüchtlingsunterbringung und Rückforderungen des Landes bei Tageseinrichtungen, ein Teil konnte durch Zinseffekte und Immobilienverkäufe kompensiert werden.

Quelle: RP
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