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Düsseldorf
Düsseldorfer fühlen sich in der Stadt sicher

Fotos: Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf
Fotos: Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Düsseldorf FOTO: Hans-Juergen Bauer
Düsseldorf. 6285 Bürger beantworteten Fragen dazu, wie zufrieden sie in Düsseldorf sind. 91 Prozent sagten, dass sie gern in der Stadt leben. Von Sonja Schmitz, Stefanie Thrun und Hans-Jürgen Bauer (Fotos)

Düsseldorfer wissen, was sie an ihrer Stadt haben: "Ich lebe gerne in Düsseldorf", sagen 91 Prozent der Befragten. Entsprechend positiv beurteilen sie auch die Lebensqualität mit "Gut" (59 Prozent) oder sogar mit "Sehr gut" (29 Prozent). Bei der letzten großen Bürgerbefragung vor zwanzig Jahren hatten nur 62 Prozent die Lebensqualität gelobt. Trotz dieses guten Ergebnisses lassen die Bürger in der Umfrage erkennen, wo sie Schwachstellen sehen und sich mehr Engagement von Politik und Verwaltung wünschen. Die Stadt kündigte an, diese Informationen würden in künftige Entscheidungen einfließen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:

Sicherheit Im Hinblick auf Belästigungen, Gewalt und Kriminalität fühlen sich die Befragten in ihrem eigenen Stadtteil und an den Uferzonen des Rheins am sichersten. 65 Prozent gaben an, dass sie diese Orte als "eher sicher" oder "sehr sicher" empfinden. Auch beim Besuch von Großveranstaltungen wie in Konzerthallen oder Sportstadien, in der Stadt zu Fuß unterwegs oder in öffentlichen Verkehrsmitteln fühlten sich noch mehr als die Hälfte sicher. Doch das gilt nicht für das gesamte Stadtgebiet. In der Altstadt fühlen sich 45 Prozent "eher" oder "sehr unsicher", den Hauptbahnhof verbinden 56 Prozent mit Unsicherheit.

Celina Oberheid lernt in der Zentralbibliothek für ihr Fachabitur. Wie 86 Prozent der Befragten ist sie sehr zufrieden mit dem Angebot dort. Etwas mehr Platz, vor allem für Gruppenarbeiten, würde sie sich aber wünschen. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Verkehr Beim Sicherheitsgefühl im Straßenverkehr gab es positive Beurteilungen von Autofahrern und Fußgängern: Mehr als die Hälfte fühlt sich innerhalb der gesamten Stadt sicher. Ganz anders die Radfahrer: Mehr als die Hälfte fühlt sich unterwegs im Stadtgebiet unsicher, 38 Prozent haben dabei gemischte Gefühle ("Teils/Teils"). Unsichere und zu wenige Radwege gehören für die Befragten zu den Schwachstellen in der Stadt. 53 Prozent gaben an, es müsste mehr Radwege geben; 48 Prozent sagen, sie müssten sicherer werden. 13 Prozent gaben an, sie benutzten kein Fahrrad. Zu den Verbesserungswünschen beim Öffentlichen Nahverkehr gehörten niedrigere Fahrpreise (51 Prozent) und pünktlichere Verkehrsmittel (35 Prozent).

Infrastruktur Auf die Frage, was die Befragten zurzeit für die größten Probleme in Düsseldorf halten, nannten 65 Prozent die hohen Mieten, gefolgt von zu unsicheren Radwegen (51 Prozent). Zu viel Straßenverkehr fanden 43 Prozent problematisch, ein unzureichendes Wohnungsangebot 39 Prozent. Den schlechten Zustand von Schulgebäuden monierten 31 Prozent, mangelhafte Sauberkeit von Straßen und Grünanlagen empfinden 33 Prozent als gravierendes Problem.

Stadtverwaltung Die Befragten gaben auch an, wie zufrieden sie mit verschiedenen Ämtern der Stadtverwaltung sind. Spitzenreiter ist das Amt für Statistik und Wahlen - 30 Prozent sind "sehr zufrieden", 60 Prozent "zufrieden". Ähnlich positiv wurden das Standesamt, die Volkshochschule und das Bürgerbüro bewertet. Schlusslichter sind Bauaufsichtsamt, Bauverwaltungsamt und das Ordnungsamt (30 Prozent sind unzufrieden oder sehr unzufrieden).

Gotthold Hübner hat beim Radfahren in der Innenstadt - wie viele - gemischte Gefühle. Die Karlstraße und andere mehrspurige Straßen empfindet er als besonders kritische Routen. Aber auch Radfahrer müssen Rücksicht nehmen, sagt er. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Investitionen Bei der Umfrage konnten die Bürger angeben, wo Geld gespart, wo mehr ausgegeben werden sollte und die Ausgaben unverändert bleiben sollten. 74 Prozent sprachen sich dafür aus, mehr für Allgemein- und berufsbildende Schulen auszugeben, 73 Prozent für den Ausbau des Fahrradwegenetzes. Einsparungen wünschten sich 41 Prozent beim Stadtmarketing.

Die Ergebnisse der Umfrage veröffentlicht die Stadt unter www.duesseldorf.de/statistik/stadtforschung/aktuelles.

Sara-Lena Göbel ist mindestens zweimal in der Woche mit Tochter Leona im Südpark. Wie rund drei Viertel der Befragten ist sie zufrieden mit dem Angebot an Parks, aber "mehr geht immer." Vor allem mehr begrünte Spielplätze müssen her. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)
Quelle: RP
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