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Düsseldorf
Erwins politisches Testament soll wieder ins Internet

Düsseldorf. Die CDU möchte, dass das politische Testament des 2008 gestorbenen Oberbürgermeisters Joachim Erwin wieder auf der städtischen Internetseite zu finden ist. Die Union regt an, dass zudem auch alle anderen ehemaligen Stadtoberhäupter mit einem kurzen Begleittext bedacht werden, der ihre Person und wichtige Entscheidungen ihrer Amtszeit beschreibt. In diesem Zusammenhang sollen die zehn Wünsche hinterlegt werden, die der CDU-Politiker Erwin wenige Tage vor seinem Tod an Politik und Bürger der Stadt formuliert hatte. Bislang sind nur Abbildungen der Oberbürgermeister und Oberstadtdirektoren in einer Galerie auf der städtischen Internetseite zu finden.

Die CDU bringt ihren Vorschlag als Änderungsantrag zu einem Vorstoß der Fraktion Freie Wähler/Tierschutzpartei ein. Die hatte kritisiert, dass das politische Testament derzeit nicht mehr auf der städtischen Seite zu finden ist; zu den Gründen ist nichts bekannt. Die Freien Wähler schlagen allerdings vor, den Text in dem Bereich des Stadtarchivs auf der Seite zugänglich zu machen. Der Vorschlag der CDU würde darüber hinausgehen und auch andere Stadtoberhäupter berücksichtigen. Über beide Anträge befindet der Stadtrat voraussichtlich morgen.

Oberbürgermeister Joachim Erwin, der im Amt einem Krebsleiden erlag, hinterließ in dem politischen Testament eine Reihe von Wünschen, darunter als Punkt eins: "Haltet das Geld zusammen." Unter anderem plädierte er auch für die Abschaffung der Kitagebühren - die für über Dreijährige umgesetzt wurde und bis heute besteht - und einen Ausbau des Aquazoos zum "Aquarium mit internationalem Anspruch", die bislang ausblieb.

(arl)
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