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Düsseldorf
FH-Neubau: 22 Millionen Euro fehlen

Düsseldorf: FH-Neubau: 22 Millionen Euro fehlen
FH-Präsidentin Brigitte Grass räumte ein: "Es ist abzusehen, dass uns nach dem derzeitigem Planungsstand eine erhebliche Summe fehlt." FOTO: RP, Christoph Göttert
Düsseldorf. Die Bauarbeiten für den neuen Standort der Fachhochschule laufen bald an. Seit dieser Woche ist gewiss: Das Gesamtvolumen von 224 Millionen Euro wird für die Umsetzung der Pläne nicht ausreichen. Eine Mensa und eine Tiefgarage sollen erst nachträglich budgetiert worden sein. Von Ananda Milz

Gerüchte um eine im Budget nicht mit eingerechnete Mensa für den Neubau der Fachhochschule Düsseldorf kursieren bereits seit längerem. Diese Woche bestätigen sich jedoch die Gerüchte, dass die Hochschule mit der festgelegten Summe für den Bau ihres neuen Standorts auf dem Schlösser-Gelände in Derendorf nicht auskommen wird.

Auf Anfrage unserer Redaktion räumt die FH-Präsidentin Brigitte Grass ein: "Bei der Senatssitzung in dieser Woche habe ich das Thema angesprochen. Es ist abzusehen, dass uns nach dem derzeitigem Planungsstand eine erhebliche Summe fehlt."

Wie hoch genau diese "erhebliche Summe" ist, dazu wollte sich die Präsidentin jedoch nicht äußern. Aus dem näheren Umfeld der Fachhochschule sind die Stimmen jedoch eindeutig. Demnach fehlten aktuell mindestens zehn Prozent im monetären Topf. Das sind bei einem Gesamtvolumen von 224 Millionen Euro rund 22 Millionen Euro.

Zu diesem Missverhältnis soll aber nicht nur eine nachträgliche Budgetierung der Mensa geführt haben, die nach Angaben des Düsseldorfer Studentenwerks (als Mensa-Betreiber) bereits seit längerem in den Baukosten mit aufgeführt werde. So soll es sich jetzt vor allem um eine Tiefgarage handeln, die die Kosten in die Höhe schnellen lasse: "Dieser Punkt trifft uns besonders", legt Grass offen. Doch betont sie zugleich, dass bei Bauprojekten dieser Größenordnung immer mit Schwankungen bei der Endsumme zu rechnen sei.

22 Millionen Euro sind indes nicht wenig, und so versucht der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB), der als Bauherr fungiert, die Kosten bis April in den Griff zu bekommen. Die Lösung: In Absprache mit den Architekten soll der Entwurf an die zur Verfügung stehenden Gelder angepasst und verzichtbare Elemente gestrichen werden. Ob dieser "Optimierungsprozess", wie es der BLB nennt, ausreichen wird, bleibt abzuwarten.

Im Mai 2009 machte das Architekturbüro Nickl und Partner aus München das Rennen beim Wettbewerb um den FH-Neubau. "In sehr klarer, einfacher Weise werden die städtebaulichen Zielvorgaben und die Adressbildung eines Hochschulcampus in Einklang gebracht", lautete die Begründung der Jury. Beim neuen "Campus Derendorf", dessen Realisierung in den kommenden Wochen anlaufen soll, nimmt das Hörsaalzentrum eine zentrale Stellung ein. Es liegt zwischen Münsterstraße und Campus und wird künftig auch als Kongresszentrum genutzt. In dem großzügig angelegten Bau befinden sich neben den Hörsälen auch ein Café und der Fachbereich Medien.

Die übrigen Fakultäten sind in drei weiteren Gebäuden untergebracht und teilen sich je zu zweit Seminarräume und Labore. Und eine Mensa sowie eine Tiefgarage – die wird es sicherlich auch geben.

Quelle: RP
 
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