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Düsseldorf
Haus an der Gumbertstraße 17 ist "nicht erhaltenswert"

Düsseldorf. Die Bezirksvertretung 8 tagt am Donnerstag im Rathaus Eller. Auch die Nahversorgung in Vennhausen ist Thema in der Sitzung.

Am Donnerstag tagt die Bezirksvertretung 8 (zuständig für die Stadtteile Eller, Unterbach, Lierenfeld und Vennhausen) ab 17 Uhr im Rathaus Eller, Gertrudisplatz 8. Was steht unter anderem auf der Tagesordnung?

1.) Abbruchantrag für das Haus Gumbertstraße 107 in Eller

2.) Neuer Pächter für ehemaligen Kaiser's Markt in Vennhausen

3.) Standorte für Flüchtlingsunterkünfte im Stadtbezirk 8

Warum sind diese Themen wichtig für die Bürger?

1.) Über dieses Thema reden Politiker sich gerne mal die Köpfe heiß: Die Gumbertstraße, für die es eine Erhaltungssatzung gibt, zählt zu den ältesten Straßen in Eller. Vor allem die Gebäude Gumbertstraße 79 bis 109 bilden eine relativ geschlossene, ortsbildtypische bauliche Einheit. Die historischen Gebäudefassaden weisen Merkmale von Spät-Klassizismus, Neurenaissance, Neugotik und Neubarock auf, hinzu kommen Bauten, die dem Jugendstil zuzuordnen sind. Im Zuge der Aufstellung der Erhaltungssatzung wurde 1986 jedes einzelne Haus untersucht, ob es erhaltenswert ist - das Gebäude Gumbertstraße 107 sei demnach nicht erhaltenswert, teilt die Verwaltung jetzt mit, nachdem ein Investor einen Abbruchantrag gestellt hat. Es entspreche nicht den Kriterien der Satzung, das Gebäude aus dem Jahr 1920 weise zum Beispiel keine historisch bedeutsamen Fassadenelemente auf, dementsprechend habe die Verwaltung auch keine Bedenken gegen die Erteilung der Abbruchgenehmigung. Ob das die Politiker auch so sehen? Nach Abbruch des Gebäudes ist die Errichtung eines neuen Wohn- und Geschäftshauses geplant.

2.) Nach Schließung des Kaiser's Supermarktes in Vennhausen im Vorjahr befürchten die Anwohner, dass die Nahversorgung für sie nicht mehr gewährleistet ist. Vor diesem Hintergrund fragen CDU und Grüne die Verwaltung, ob es bereits einen neuen Pächter für das leere Ladenlokal an der Vennhauser Allee gebe, ob die Ansiedlung eines Vollsortimenters oder eines Discounters geplant und wann mit einer Eröffnung zu rechnen sei.

3.) Im Zuge der Suche der Stadt nach weiteren Standorten für Flüchtlingsunterkünfte teilt die Verwaltung im Rahmen einer Informationsvorlage mit, dass mit dem Eigentümer der Liegenschaft Höherweg 278 ein Mietvertrag über eine Nutzung des Standortes zur Unterbringung von rund 250 asylsuchenden Personen geschlossen werden konnte. Die Fläche soll voraussichtlich zu Beginn des dritten Quartals 2016 bezugsfertig sein. Für den geplanten Standort am Gatherweg 60 würden derzeit entsprechende Abstimmungsgespräche geführt. Das Gebäude könnte ebenfalls rund 250 Personen aufnehmen. Ein Vertragsabschluss sei hier aber noch nicht erfolgt, eine Inbetriebnahme könnte frühestens im vierten Quartal 2016 erfolgen.

(arc)
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