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Düsseldorf
Heute Entscheidung über Zahlung aus Häberli-Pleite

Düsseldorf. 14 Jahre nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens des Autohändlers Häberli sollen Gläubiger und Mitarbeiter am Dienstag erfahren, ob und wenn ja wie viel Geld sie noch erhalten. Das Unternehmen hatte am 30. Juli 2002 Insolvenz beantragt.

Laut Marcel Dué, Sprecher des Düsseldorfer Amtsgerichts und gleichzeitig Richter, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich ein Insolvenzverfahren über Jahre hinzieht. Zu kompliziert seien viele Forderungen und Sachverhalte, Kontoverbindungen und etwaige Rechtsstreitigkeiten, um die Verfahren kurzfristig abzuarbeiten.

Medienberichten, wonach bereits feststehe, dass die früheren Mitarbeiter des Autohauses leer ausgingen und nichts von den ihnen versprochenen Abfindungen erhielten, widersprach Dué. Hintergrund ist ein unterschiedlicher Gläubigerbegriff. So gibt es zum einen die sogenannten Massegläubiger, deren Forderung gegen das insolvente Unternehmen bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestanden. Das sind etwa Lieferanten oder Kunden, die in Vorkasse getreten sind, aber keine Ware erhalten haben. Diese Massegläubiger werden aller Wahrscheinlichkeit nach leer ausgehen.

Die 220 Mitarbeiter, die auf Abfindungen warten, haben noch Hoffnung. Sie sind sogenannte Insolvenzgläubiger. Ihre Forderungen sind erst durch die Insolvenz entstanden. Ähnliche Gläubiger sind etwa der Insolvenzverwalter selbst oder Mitarbeiter, die Fahrzeuge der insolventen Firma bewacht oder gepflegt haben. Morgen ist der sogenannte Schlusstermin mit Bekanntgabe der Quote. Beendet ist das Verfahren damit laut Dué aber noch nicht.

(tb)
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