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Zwei neue an der IHK
Schon 80 E-Ladesäulen in Düsseldorf

Hier sind Ladesäulen für E-Autos in Düsseldorf
Stadtwerkechef Udo Brockmeier (l.) und Gregor Berghausen (IHK)an einer Ladesäule. FOTO: Bretz
Düsseldorf. Während die Prämie für den Kauf von Elektroautos nur schleppend angenommen wird, schreitet der Ausbau des Ladesäulennetzes schnell voran. 2018 wurde die erste Ladesäule vor der IHK gebaut. 50 weitere sollen dieses Jahr folgen. Wir zeigen, wo die meisten stehen. Von Thorsten Breitkopf

Düsseldorf hat eines der am schnellsten wachsenden Netze mit Ladesäulen für Elektroautos im Land. Am Mittwoch wurde die erste neue Säule des Jahres 2018 in Betrieb genommen. Für Elektrofahrzeuge gibt es nun zwei neue Ladepunkte mitten in der Düsseldorfer Innenstadt: Die IHK hat den Stadtwerken dafür zwei Parkplätze vor ihrem Gebäude am Ernst-Schneider-Platz zur Verfügung gestellt.

IHK und Stadtwerke werden in der Bereitstellung und Wartung sowie dem Betrieb der Elektro-Ladesäule kooperieren. "Die IHK will mit gutem Beispiel vorangehen, wenn es um moderne Mobilität in Düsseldorf und um die Vermeidung von Emissionen geht", sagte Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Ladestation. "Mit der Ladesäule leisten wir einen Beitrag zu saubererer Luft und zeigen, wie unsere Forderung nach Alternativen zu Fahrverboten umgesetzt werden kann", so Berghausen.

Hybrids und E-Autos sollen gegen Luftverschmutzung helfen

Die Handelskammer spricht sich gegen Dieselfahrverbote für Düsseldorf aus. Im Frühjahr hatte die Vollversammlung der Kammer in einem Positionspapier Vorschläge zur Umsetzung des Luftreinhalteplans gemacht. Im laufenden Jahr will die IHK den eigenen Fuhrpark auf Hybridfahrzeuge umstellen.

Die staatliche Prämie für den Kauf von Elektroautos stößt bei Privatleuten, Firmen und Kommunen insgesamt auf geringes Interesse, auch wenn die Nachfrage in den vergangenen Monaten relativ betrachtet gestiegen ist, aber auf niedrigem Niveau. In den eineinhalb Jahren seit Einführung der Prämie gingen nur für etwas mehr als zehn Prozent der Gesamtsumme Förderanträge ein.

Die meisten Ladesäulen sind im Zentrum und am Flughafen

Düsseldorf war früh dran bei dem Ausbau des Netzes mit Ladesäulen. Bereits im Jahr 2010 sei die erste Station im Versuch aufgestellt worden, sagt Rolf Dollase von den Stadtwerken. Inzwischen gebe es rund 80 Ladesäulen im Düsseldorfer Stadtgebiet. Die meisten befinden sich im Zentrum (15). Einen weiteren Schwerpunkt gibt es am Flughafen. Der ländliche Bereich der NRW-Landeshauptstadt hat dagegen bislang kaum Lade-Infrastruktur für E-Autos. Sowohl die nördlichen Stadtteile als auch die im Osten verfügen über keine Säulen. Das gleiche gilt für rheinnahe Viertel wie Flehe, Hamm oder Volmerswerth.

FOTO: RP-Grafik

Das könnte sich im laufenden Jahr aber deutlich ändern. "Wir planen für 2018 den Bau von 50 neuen Ladesäulen verteilt im Stadtgebiet", sagt Dollase. Die 80 heutigen Säulen können übrigens bis zu 200 Elektroautos parallel laden, da sie zwischen zwei und vier Steckmöglichkeiten besitzen.

Der Bau einer Ladestation kostet etwa 6000 bis 8000 Euro, inklusive Fundament beläuft sich der Baupreis dann auf 10.000 bis 12.000 Euro. Die Baukosten werden subventioniert. Die Säulen werden von den Stadtwerken als so genannte "intelligente Stationen" bezeichnet. Das heißt, dass sie aufzeichnen, wer wann wo wie viel Strom tankt".

Die Ladestationen verfügen über zwei verschiedene Systeme. Zum einen können sie mit herkömmlichen Schukosteckern, die man von Haushaltsgeräten kennt, genutzt werden. Zum anderen verfügen sie über Steckmöglichkeiten für den Stecker Typ 2, nach seinem Erfinder auch Mennekes-Stecker genannt. Dieser ermöglicht eine wesentlich schnellere Ladung und hat sich als europäischer Standard etabliert.

Quelle: RP
 
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