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Düsseldorf
Immer mehr Häuser im Stadtbezirk 1 erhalten Fernwärme

Düsseldorf. Düsseldorf ist mit Fernwärme nicht gerade flächendeckend versorgt, der Stadtbezirk 1 jedoch sticht positiv hervor, wie Rolf Michael Dollase von den Stadtwerken gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung berichtete. Liege die Zahl der angeschlossenen Haushalte im gesamten Stadtgebiet bei noch mageren acht Prozent, seien immerhin 23 Prozent der insgesamt 13.000 Gebäude zwischen Altstadt und Derendorf an das Fernwärmeleitungsnetz angeschlossen. Und an weiteren 30 Projekten werde aktuell gearbeitet. "Das Interesse übersteigt das Erwartete", sagt Dollase zufrieden.

Die beste Quote im Wärmeatlas der Stadtwerke weist die Stadtmitte auf, hier werden von 3228 Gebäuden 1433 mit Fernwärme versorgt. Das sind annähernd 45 Prozent. Bescheiden sieht es noch in Derendorf aus, nur 218 Häuser von insgesamt 2350 bedeuten nur knappe neun Prozent.

Die Inbetriebnahme des neuen hocheffizienten Gaskraftwerks Fortuna auf der Lausward leiste der Ausdehnung von Fernwärme weiter Vorschub, so der Stadtwerke-Sprecher. Dabei sei es relativ einfach, sind die Rohre einmal unter dem Keller eines Hauses, das mit Fernwärme versorgt wird, verlegt, Neuanschlüsse zu ermöglichen. Dennoch geht Dollase nicht davon aus, dass der Prozentsatz in den nächsten Jahren nennenswert steigen wird. "Die Sanitärbranche muss sich da relativ wenig Sorgen machen, von dänischen Verhältnissen, wo ganze Städte mit Fernwärme versorgt werden, sind wir weit entfernt." Wegen der besonderen strategischen Bedeutung der Fernwärme für Düsseldorf und die Stadtwerke wird in Bilk ein Modellquartier errichtet, das helfen soll, herauszufinden, welche Beratungsangebote und Förderungen den weiteren Ausbau der Fernwärme besonders begünstigen könnten.

(arc)
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