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Düsseldorf
Kaufmann drohte im Discounter mit einer Bombe

Düsseldorf. Ein Immobilienkaufmann (42) war im Frühjahr 2014 viel zu krank, um für Straftaten jetzt noch verurteilt zu werden. Das hat das Amtsgericht gestern im Prozess gegen den Mann aus Rath festgestellt und ihn mangels Schuldfähigkeit freigesprochen. Angezeigt wurde er damals, weil er versucht hatte, mit seinem Kleinwagen nachts einen Lkw von der Fahrbahn abzudrängen. Und am nächsten Tag hatte er in einem Supermarkt einer Verkäuferin gedroht, er werde eine Bombe zünden. Laut Gutachten eines Sachverständigen befand sich der psychisch Kranke damals in einer akuten Psychose mit schweren Wahnvorstellungen.

So habe er geglaubt, von dem Lkw gehe eine Gefahr aus. Am Tag darauf stahl er in dem Discounter eine Sporttasche, füllte sie mit Lebensmitteln und hat laut Anklage der Verkäuferin gedroht, er lasse "eine Bombe hochgehen", wenn er nicht weggehen dürfe. Das hat der 42-Jährige gestern anders erzählt. Er habe die Verkäuferin gebeten, samt Tasche den Laden verlassen, später wiederkommen und dann bezahlen zu dürfen. Für einen Gutachter machte das keinen großen Unterschied. Er bescheinigte dem Angeklagten eine damals akute Psychose, die zur absoluten Schuldunfähigkeit geführt habe.

(wuk)
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