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Düsseldorf
Mehr leerstehende Läden in Derendorf und der Altstadt

Düsseldorf. Die Verwaltung hat jetzt auf eine Anfrage des Linken Peter Klein in der Bezirksvertretung 1 reagiert. Klein wollte wissen, wie sich der Leerstand von Geschäften in den einzelnen Stadtteilen in den vergangenen Jahren entwickelt hat, und welche Konzepte die Stadt verfolgt, um leerstehende Ladenlokale neu zu vermieten.

Die letzte Kompletterhebung des Einzelhandelsbestandes der Stadt reicht in das Jahr 2014 zurück. Die Erfassung wurde durch ein Gutachterbüro durchgeführt. Bei den Ladenlokalen in städtischem Besitz kann sogar eine aktuelle Analyse vorgenommen werden. Demnach gibt es zurzeit in der Altstadt und in der Stadtmitte vier leerstehende Geschäfte: eines am Burgplatz, zwei am Marktplatz sowie eines an der Kasernenstraße. Vor zwei Jahren lag die Anzahl der Leerstände im Stadtbezirk 1 insgesamt bei 216. Dabei war die Zahl nicht vermieteter Geschäfte in der Stadtmitte mit 113 besonders hoch. Aber auch Derendorf (37) und Pempelfort (41) schneiden nicht gut ab.

Vergleicht man die Daten von 2014 mit denen von vor fünf Jahren, ist die Anzahl der Leerstände von 244 auf 216 zurückgegangen. Die vermeintlich schlechten Zahlen für die Stadtmitte relativieren sich insofern, als in dem genannten Zeitraum ein Rückgang der Leerstände von 140 auf 113 zu verzeichnen war. Gestiegen sind die Zahlen für die Altstadt (17 statt vorher neun) und Derendorf (37 statt 24 in 2009).

Die Stadt sei bei dem Thema keineswegs inaktiv und bemühe sich, auf Leerstände zu reagieren, heißt es in der Antwort. Der Rahmenplan Einzelhandel 2007 und dessen Fortschreibung und Aktualisierung 2015 würden die wesentliche Grundlage für die Einzelhandelssteuerung im Düsseldorfer Stadtgebiet bilden. Dieser Rahmenplan widme sich auch explizit dem Thema Leerstand und benenne konkret auch mögliche Ursachen dafür.

Wichtige Akteure, die bei der Wiederbelegung eines leerstehenden Geschäfts unterstützend eingreifen könnten, seien neben den Eigentümern der Immobilie auch die Werbegemeinschaften vor Ort sowie die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf. Im Stadtbezirk 1 gebe es neben den Werbegemeinschaften auch Immobilien- und Standortgemeinschaften, die sich aktiv für die Nachnutzung von leerstehenden Flächen einsetzen würden. In diesem Zusammenhang sei auch das Entwicklungskonzept Innenstadt Südost (Ekiso) zu nennen. Und: Mit dem Fokus auf Zwischennutzung engagiere sich seit Mai das im Wirtschaftsförderungsamt angesiedelte, neu gegründete Kompetenzzentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft. Ein entsprechendes Konzept sei in Arbeit.

(arc)
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