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Düsseldorf
Probleme gibt es auch an anderen Schulen

Düsseldorf. Klassenausbau führt zu unterschiedlichen Reaktionen, aber alle Schulleiter fordern rasche Neubauten. Von Jörg Janssen und Sonja Schmitz

Zwar ist die Lage an den weiterführenden Schulen unterschiedlich, aber mit seiner Kritik steht das Comenius-Gymnasium nicht alleine da. So sehen sich auch das Max-Planck-Gymnasium in Stockum und das Cecilien-Gymnasium in Niederkassel am Ende ihrer räumlichen Kapazitäten. Das Max-Planck bietet den Offenen Ganztag an. Schüler können hier bis 18 Uhr betreut werden. Eine Mensa für die Übermittagsbetreuung gibt es allerdings nicht. Stattdessen wurde der Eingangsbereich umgebaut. Dabei entstand, wie Schulleiterin Edith Reusrath sagt, "ein Provisorium auf hohem Niveau". Gravierender allerdings sieht man in Stockum den Mangel an Aufenthaltsräumen, in denen die Schüler in Ruhe arbeiten können. In den Klassen 6 und 7 ist die Schule fünfzügig, die aktuelle Klasse 5 ist dagegen wieder vierzügig. "Wir kommen so gerade eben über die Runden und haben die Kapazitätsgrenze erreicht", sagt Reusrath. Mehr Züge seien nicht zu stemmen. Dazu müsse das Raumangebot ausgebaut werden, wozu auf dem Gelände auch Platz sei.

Im Cecilien-Gymnasium gibt es kein Ganztagsangebot, dort kämpft man aber mit einem anderen Problem. Die Schule gehört zu den stark nachgefragten, weshalb dort in den vergangenen beiden Jahren statt der ursprünglich drei inzwischen fünf Klassen pro Jahrgang eingerichtet wurden. Eine Notlösung, um der Stadt entgegenzukommen, erklärt Schulleiterin Sabine Fahnenbruck. Die Kapazität sei damit aber voll ausgereizt. Denn das Cecilien-Gymnasium hat eine bauliche Besonderheit: Es gibt dort nur wenige große Klassenräume, in die mehr als 30 Schüler passen. Einen Beschluss der Schulkonferenz für den nun von der Schulverwaltung vorgegebenen Ausbau gebe es nicht. Angesichts fehlender Perspektiven sei dies den Schülern und Eltern gegenüber nicht zu verantworten. Denn trotz der Gespräche mit der Stadt gebe es bislang keine Informationen zum Ausbau des Raumangebots und des Stellenplans.

Die geplante Erhöhung der Klassenstärke pro Jahrgang (Zügigkeit) von fünf auf sechs sorgt auch am besonders nachgefragten Humboldt-Gymnasium in Pempelfort für Sorgenfalten. "Das ist nun wirklich nicht mit unserem Willen geschehen", sagt Schulleiter Volker Syring. Auch er meint, dass Container keine Alternative sind. Sie lösten bei den Fachräumen und beim Sport die bereits jetzt sehr deutlichen Engpässe nicht. "Unter Vorbehalt" kann Brigitte Vinke, Leiterin des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Benrath die auch von ihr verlangte Erhöhung der Zügigkeit akzeptieren. "Es muss neue, auf Dauer angelegte Räume geben, sonst funktioniert es nicht." Ganz ähnlich sehen das die Rektoren Hans-Hermann Schrader (Geschwister-Scholl, Bilk) und Dirk Schnelle (Am Poth, Gerresheim).

Quelle: RP
 
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