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Düsseldorf
Reisholzer Hafen: Ampel macht Gegnern Zugeständnis

Düsseldorf. Nach Protesten der Bürgerinitiative Hafenalarm haben SPD, FDP und Grüne im Stadtrat ihren Antrag zur Gründung einer Hafen-Zweckgesellschaft modifiziert. Die Firma soll eine Machbarkeitsstudie auf den Weg bringen und eine Tochter der Neuss-Düsseldorfer Häfen und der städtischen IDR sein. Jetzt soll die Firma auch darauf hinwirken, dass "die Planungen zum Ausbau des Reisholzer Hafens an den Bedürfnissen der Betriebe im Düsseldorfer Süden ausgerichtet werden und die Möglichkeiten und Grenzen des Standortes berücksichtigt" werden. Außerdem sollen alle Planungen öffentlich gemacht und Bürger rechtzeitig beteiligt werden. Ferner sei "Ziel des Ausbaus die Verlagerung heutiger Lkw-Verkehre auf Binnenschiffe und Schiene - somit die Reduzierung der Verkehrsbelastung im Düsseldorfer Süden und keine Mehrbelastung durch einen überregionalen Hub", heißt es in dem Antrag wörtlich. Außerdem wurde verschriftlicht, dass die Auswirkungen auf den Rhein und die umliegende Natur geprüft werden. Damit greifen die Ampel-Parteien wesentliche Forderungen der Hafengegner aus dem Süden auf. Der Rat entscheidet am Donnerstag.

Die Wirtschaft, organisiert im Industriekreis, fordert seit Jahren den Ausbau des Reisholzer Hafens, um die Betriebe im Süden zu stärken.

(tb)
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