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Düsseldorf
Stadt hofft auf Geld für Sanierungen

Düsseldorf. Für wichtige Bauten in Sport und Kultur könnte es Millionen-Zuschüsse geben. Von Arne Lieb

Eine ganze Reihe von anstehenden Bauprojekten könnte für die Stadt deutlich günstiger werden. Düsseldorf bewirbt sich um Geld aus einem Bundesprogramm zur Förderung von Sanierungen von Kultur- und Sportbauten - bestenfalls wird das einen Zuschuss von rund 15 Millionen Euro bedeuten. Wie berichtet, erhofft man sich unter anderem Geld für das neue Nachwuchsleistungszentrum der Fortuna - das nur unter der Bedingung einer Millionen-Förderung bald entstehen soll. Aber auch für mehrere weitere Großvorhaben, die ohnehin für die kommenden Jahre anstehen, könnte es einen hohen Zuschuss geben - und damit eine deutlich geringere Belastung für die derzeit nicht üppig gefüllte Stadtkasse.

Die Stadt hofft, mit sieben Projekten die Kriterien für eine Förderung zu erfüllen. Im Kulturbereich sind das die mit einer Million veranschlagte Sanierung des Tanzhaus NRW und des Kulturbahnhof Eller (Gesamtkosten zwei Millionen), außerdem soll die Oper eine neue Audio- und Videotechnik erhalten (sechs Millionen).

Dem Sport könnte das Programm auch durch einen Zuschuss für die - bereits beschlossene - Sanierung der Kältetechnik im Eisstadion an der Brehmstraße (1,5 Millionen) und mit Geld für den Ersatzneubau des Oberkasseler Hallenbads (14,2 Millionen) zugutekommen. Auch der Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung an der Heerdter Landstraße 186 (3,8 Millionen Euro), den die Politik ebenfalls auch ohne Zuschuss schon beschlossen hatte, könnte gefördert werden.

Die Politik hatte die Verwaltung angehalten, sich stärker um Zuschüsse zu bemühen. Dazu bietet sich das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen an. Es ist Bestandteil eines Zehn-Milliarden-Euro-Investitionspakets des Bundes. Für die kommenden drei Jahre sollen insgesamt 140 Millionen Euro für die Förderung von Bauten zur Verfügung stehen. Bedingung ist, dass die Förderprojekte mit einer besonderen integrativen sozialen Wirkung sind oder den Klimaschutz vorantreiben. Der Bund übernimmt 45 Prozent der Kosten der geförderten Projekte.

Die Zustimmung der politischen Gremien für die Bewerbung gilt als sehr wahrscheinlich. Nach den Fachausschüssen muss zuletzt der Stadtrat in seiner Sitzung am 10. Dezember die Bewerbung für das Bundesprogramm beschließen. Damit ist zugleich entschieden, dass die Stadt ihren Anteil für die Baukosten bereitstellen wird, falls die Bauten eine Förderung erhalten. Für Februar wird mit der Entscheidung gerechnet.

Quelle: RP
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