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Düsseldorf
Tierarzt soll klären, wann die Katze das Glöckchen fraß

Düsseldorf. Der Streit um die Kosten für eine Not-OP an einer Katze geht weiter. Die mit dem Fall befasste Amtsrichterin will einen Tiermediziner klären lassen, wann genau der achtjährige Sphinx-Kater "Alf" ein Glöckchen samt Band verschluckt haben könnte.

Sein Herrchen behauptet, dies sei im April 2016 am Anfang einer langen Tierarztbehandlung passiert. Deshalb habe er das Tier überhaupt in die Klinik gebracht. Doch dort habe man "Alf" zwar tagelang behandelt. Als es dem Tier aber Tage nach seiner Entlassung wieder schlechter ging und der Katzenbesitzer eine andere Klinik aufsuchte, sei "Alf" nur durch eine Not-OP noch zu retten gewesen.

Die kostete rund 1900 Euro, und die will der Kater-Besitzer nun von der ersten Klinik einklagen. Doch deren Anwälte hatten Bedenken geäußert. So sei unklar, ob "Alf" das später operativ entfernte Glöckchen samt Band wirklich vor der ersten Behandlung verschluckt hatte - oder womöglich erst danach. Immerhin habe das Tier auf die erste Behandlung positiv reagiert, sich deutlich erholt - und sei als "geheilt" entlassen worden. Der klagende Kater-Besitzer behauptet aber, damals sei das Glöckchen im Magen-Darm-Trakt der Sphinx-Katze übersehen worden, was die teure Notoperation dann erst nötig gemacht habe.

Das will die Richterin jetzt prüfen lassen. Sie beauftragte einen Veterinär herauszufinden, ob "Alf" das Glöckchen schon bei der Erstbehandlung im Magen hatte. Sobald dieses Gutachten vorliegt, was ungefähr drei Monate dauern dürfte, geht der Prozess um die Not-OP-Kosten dann weiter.

(wuk)
 
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