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Serie Sportliches Düsseldorf
Triathlon - Arbeitsteilung im Sport

Serie Sportliches Düsseldorf: Triathlon - Arbeitsteilung im Sport
Thomas Mais übernimmt beim Wettkampf den Part des Schwimmers, Andreas Reuter (hinten) läuft. FOTO: christoph reichwein
Düsseldorf. Andreas Reuter, Thomas Mais und Holger Freitag nehmen am 26. Juni als Staffel am Triathlon teil. Ihre jeweiligen Fähigkeiten können sie dabei geschickt kombinieren: Einer läuft, der andere schwimmt, der dritte radelt. Von Beate Werthschulte

Der Staffelname ist Programm für Andreas Reuter, genannt Andi (45), Holger Freitag (43) und Thomas Mais (50) - die drei Düsseldorfer haben das Siegerpodest fest im Blick, wenn sie am 26. Juni gemeinsam am Triathlon in Düsseldorf teilnehmen.

Kennengelernt haben sich die drei Männer, weil ihre Frauen gut miteinander befreundet sind. Und so trafen sie sich immer mal wieder bei unterschiedlichen Feiern, in den Gesprächen war Sport oft ein Thema. Schnell fanden sie heraus, dass Andi läuft, Holger Fahrrad fährt und Thomas schwimmt - ziemlich gute Voraussetzungen, um mal gemeinsam als Staffel an einem Triathlon teilzunehmen. Zuerst war es nicht mehr als eine "Schnapsidee", auch bei der letzten Silvesterfeier sprachen sie wieder darüber. Aber zumindest Thomas nahm die Gespräche nie wirklich ernst. Andi war es dann, der im Januar Nägel mit Köpfen machte. "Er rief mich eines Tages an und fragte nach meinem Geburtsdatum", erzählt Thomas. Auf die Frage, wofür er das denn benötige, erklärte Andi, er fülle gerade die Anmeldung für ihre Staffelteilnahme am Triathlon aus. Und da ein Rückzieher für alle drei keinesfalls in Frage kommt, wird nun regelmäßig trainiert.

Thomas, Schifffahrtskaufmann bei einem mittelständischen Düsseldorfer Unternehmen, liebt das Wasser schon immer und ist seit seiner Jugend begeisterter Schwimmer. Er hat früher bereits an dem einen oder anderen Triathlon teilgenommen, musste aber schnell feststellen, dass es nicht reicht, nur eine von drei geforderten Sportarten gut zu beherrschen. So landete er stets auf den hinteren Plätzen und verlor deshalb schnell die Lust. So ist die Staffelteilnahme genau das Richtige für ihn, denn in seiner Paradedisziplin ist er wirklich gut und fest davon überzeugt, die geforderten 0,75 Kilometer in weniger als 15 Minuten zu bewältigen. Nachdem er in den letzten drei Jahren kaum noch geschwommen ist, trainiert er nun jedes Wochenende im Hallenbad "Schwimm' in Bilk" und ab Mai dann im Rheinbad, weil es dort ein 50-Meter Becken gibt.

Andi war lange in der Arbeitsvorbereitung eines Kölner Unternehmens tätig und ist gerade dabei, sich beruflich zu verändern. Deshalb hat er, nach mehr als einem Jahr Pause, auch wieder begonnen, mindestens zweimal wöchentlich zehn Kilometer zu laufen. "Beim Laufen konnte ich schon immer gut nachdenken", sagt er. "Nun überlege ich mir, was ich zukünftig beruflich machen will und trainiere gleichzeitig für den Triathlon." Sportlich war Andi schon als Jugendlicher, er spielte Fußball, später kam er zum Laufen und hat bereits mehrere Wettkämpfe bestritten. Auch am Triathlon hat er sich versucht, aber ähnliche Erfahrungen gemacht wie Thomas - wer zwar gut laufen, aber nur mittelmäßig Fahrrad fahren und schlecht schwimmen kann, hat keine Chance, aufs Treppchen zu kommen. Deshalb freut er sich jetzt auf die Staffelteilnahme und hat sich fest vorgenommen, seine fünf Kilometer in maximal 22 Minuten zu schaffen.

Holger ist seiner Sportdisziplin auch beruflich verbunden, denn als Kaufmann arbeitet er in der Radsportbranche und war schon bei einigen Triathlons dabei - als Teilnehmer ist es allerdings sein erstes Mal. Eigentlich radele er schon immer, erzählt Holger. "Da meine Arbeitsplätze immer gut mit dem Fahrrad erreichbar waren, bot sich das an. Und mit dem richtigen Rad macht mir das Fahren großen Spaß." Am liebsten fährt er allerdings bei schönem Wetter, es sollte nicht zu nass und nicht zu stürmisch sein, das Vergnügen steht für ihn im Vordergrund. Schließlich, so Holger, erziele man die besten Ergebnisse, wenn der Sport Freude mache. Für den Triathlon fährt er regelmäßig weite Strecken, beispielsweise bis ins Neandertal. Wie lange er für seine 18,7 Kilometer braucht, wird sich herausstellen, wenn er die Strecke immer mal wieder abfährt - und seine Zeit stetig verbessert.

Über die Teilnahme an weiteren Triathlons, beispielsweise im September in Ratingen, denken die drei Männer bereits nach.

Quelle: RP
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