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Unwetter in NRW
Starker Regen: Feuerwehr rückte 70 Mal aus

Unwetter in NRW: Überschwemmungen in Düsseldorf
Der Tunnel vor der Theodor-Heuss-Brücke ist in Richtung Innenstadt gesperrt. FOTO: Oliver Havlat
Düsseldorf. Am Montagmorgen sorgte das starke Gewitter in Düsseldorf für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr: Straßen waren überschwemmt und mussten teilweise gesperrt werden. Bis zum Vormittag registrierte die Feuerwehr mehr als 70 Einsätze. Auch in der Feuerwache 3 hatte der Blitz eingeschlagen - 100.000 Liter Wasser sind in das Gebäude gelaufen. 

Gegen acht Uhr am Montagmorgen hatte sich über der Landeshauptstadt der Himmel verdunkelt, dann legte das Gewitter los. In kürzester Zeit fielen enorme Mengen Regen. Auch die Feuerwehr selbst war betroffen: Die Wache 3 an der Münsterstraße ist derzeit wegen Bauarbeiten mit einem Gerüst versehen, dort hat der Blitz eingeschlagen. "Die ganze Wache hat gewackelt, es gab einen enormen Schlag", erklärte ein Feuerwehrsprecher. 100.000 Liter Wasser sind in den Keller gelaufen. Zwei Feuerwehrmänner waren noch dort, um die schlimmsten Schäden abzuwehren - der Rest musste zu Einsätzen fahren. 

Außerdem sorgte der Regen für überschwemmte Straßen: Unter anderem war der Tunnel der B7 an der Theodor-Heuss-Brücke wegen Überflutung gesperrt. Die Unterführung in Derendorf war in Richtung Innenstadt komplett gesperrt. In Richtung Oberkassel war nur langsames Fahren möglich. 

Juli 2014: Baum stürzt bei Unwetter auf Bauernhof FOTO: Theo Titz

Bei einem Unfall auf der B8n bei Kalkum sind am Montagmorgen zwei Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Vermutlich wegen zu hohem Tempo bei regennasser Fahrbahn verlor ein 21-jähriger Mann die Kontrolle über seinen Wagen und fuhr gegen ein weiteres Auto. Dessen Fahrerin wurde leicht verletzt, der 21-Jährige schwer. 

Hauptsächlich rückte die Feuerwehr jedoch wegen vollgelaufener Keller aus: Die erste Meldung kam von der Colmarer Straße. Mit einem Wassersauger konnte der Schaden im Keller behoben werden.Auch an der Grafenberger Allee, Hildebrandtstraße, Scheffelstraße, Petersenstraße, Leostraße, Am Hain, Achillesstraße, Königsallee, Bankstraße, Winkelsfelder Straße, Jülicher Straße, Münsterstraße und Schadowstraße – liefen Keller voll. Betroffen war auch ein großes Hotel in der Georg-Glock-Straße sowie auf der Karlstraße, eine Bäckerei am Burgplatz, der Keller des ehemaligen Gebäudes der West-LB, eine Tiefgarage in der Klosterstraße, einige Restaurationen und Gaststätten in der Altstadt – ein Fasslagerkeller lief voll Wasser, in der Heinrich-Heine-Universität sowie eine Schule am Rather Kreuzweg. Die Schwerpunkte waren im Großraum der Stadtmitte und im Düsseldorfer Norden

A57 bei Goch platzt durch die Hitze auf FOTO: Rene Anhuth, ANC-NEWS

Für Düsseldorf gilt bis Dienstagmorgen eine Warnung vor Unwettern: Durch Gewitter und heftigen Starkregen muss mit Gesamtregenmengen zwischen 50 und 80 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden. Lokal sind auch bis 120 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen, schreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD). In weiten Teilen Nordrhein-Westfalens wird vor starkem Gewitter und Regen gewarnt.

Hoch "Aymen" hatte am Wochende NRW Hitze mit mehr als 35 Grad, Badeunfällen, aufgeplatzten Straßen und am Ende Hagel, Starkregen und Gewitterböen beschert. Die Gewitterfront zog am Sonntagabend über den Westen des Landes bis ins Ruhrgebiet. Weitere Informationen gibt es hier.

 

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