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Kolumne Die Woche In Den Stadtteilen
Vom Klassenzimmer ins Stadtbild

Düsseldorf. Nachahmenswert: Schüler-Ideen und -Bilder zu Vielfalt sollen Wände verschönern.

Wie oft schon haben interessante Ideen und Projekte nicht den Sprung in die Praxis und Öffentlichkeit geschafft. Mit "Vielfalt: frisch gestrichen!" ist das anders. Die Initiative der Düsseldorfer Förderschulen und des Vereins "brücke 2000" zur Förderung der Sonderpädagogik in der Stadt ist von Anfang an darauf ausgelegt worden, in die Stadt hineinzuwirken. Und das ist gerade bei einem Projekt zum Thema Vielfalt wichtig.

Wo, wenn nicht an Schulen, wird Vielfalt zurzeit besonders erlebbar? Ob Inklusion oder Integration von Flüchtlingskindern - in den Schulen erleben Schüler und Lehrer schon seit einiger Zeit sehr deutlich und in unterschiedlichen Facetten, welche Bedeutung das Wort haben kann.

Umso interessanter sind die Bilder, die im Zuge des Projekts an 31 Schulen entstanden sind und bis vor kurzem im Stadtmuseum ausgestellt wurden (online kann man sie sich noch auf www.vielfaltinduesseldorf.de ansehen). Zeigen sie doch, wie die Kinder und Jugendlichen Vielfalt verstehen.

Ein Bild, das zum Beispiel in Kooperation zwischen Mosaik-Schule und Elly-Heuss-Knapp-Schule entstanden ist, zeigt eine Wand, die aus je gleich großen Farbstreifen besteht und mit "Vielfalt" überschrieben ist. Vor ihr stehen zwei silhouettenhafte Figuren mit Werkzeugen in der Hand, die an der Wand herumwerkeln. Eine Arbeit, die Schüler der Oberbilker Benzenberg-Realschule entworfen haben, zeigt unter anderem eine deutsche Flagge, die sich aus einzelnen Puzzle-Teilen zusammensetzt.

Mit den besten Ideen, die die Jury - darunter Musikproduzent Dieter Falk und Bäckermeister Josef Hinkel - ausgewählt haben, sollen in diesem Jahr öffentliche Orte und Gebäude gestaltet und damit in die Öffentlichkeit transportiert werden. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche hat dafür Orte beziehungsweise Gebäude in Aussicht gestellt.

Die Bilder aus dem Klassenzimmer ins Stadtbild und damit ins Bewusstsein zu bringen, ist eine gute und nachahmenswerte Idee, um Vielfalt im öffentlichen Raum sichtbarer zu machen. "Als weltoffene und tolerante Stadt muss Vielfalt in Düsseldorf nicht neu erschaffen werden, vielmehr ist sie bereits im Alltag sichtbar und soll erkannt, begrüßt und unterstützt werden", sagt der Initiator des Projekts und stellvertretende Leiter der Alfred-Herrhausen-Schule, Jörg Geelen.

Quelle: RP
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