| 13.11 Uhr

Aktivisten stören Show in Duisburg
Delfin-Protest – so nicht!

Delfin-Protest: Tierschützer stürmen Zoo Duisburg
Delfine springen im Delfinarium im Duisburger Zoo bei einer Vorführung aus dem Wasser. Hier kam es am Wochenende zur Protestaktion (Archivbild). FOTO: dpa, os mhe
Meinung | Duisburg. Im Duisburger Zoo haben vermeintliche Tierschützer eine voll besetzte Tiershow gestört und sind zu den Tieren ins Wasser gesprungen. Mit dieser Aktion sind sie allerdings weit übers Ziel hinausgeschossen. Von Christian Schwerdtfeger

Man mag die Haltung von Delfinen in Zoos ablehnen, sie für verwerflich halten und verurteilen. Man kann auch dagegen protestieren und seinen Unmut darüber zum Ausdruck bringen. Entscheidend bei Demonstrationen ist aber immer die Form. Und die muss gewahrt bleiben. Das heißt in erster Linie: Es muss gesetzeskonform, friedlich und sachlich protestiert werden.

Auch darf niemand bei Protesten Gefahr laufen, Schaden zu nehmen. Aber genau das haben die vermeintlichen Tierschützer in Kauf genommen, als sie das mit 1200 Zuschauern besetzte Delfinarium im Duisburger Zoo gestürmt haben und ins Becken gesprungen sind. Sie haben dabei sowohl ihr eigenes als auch das Leben der Meeressäuger riskiert.

Damit sind sie weit über ihr Ziel hinaus geschossen. Der Sache, nämlich auf das mögliche Leiden der Säuger in Gefangenschaft aufmerksam zu machen, haben sie mit dieser Aktion einen Bärendienst erwiesen. Denn nicht das Wohl der Delfine ist es, worüber jetzt diskutiert wird, sondern im Fokus steht nur das törichte und kriminelle Verhalten der "Tierschützer".

Mehr zu der Aktion lesen Sie hier.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Delfin-Protest: Tierschützer stürmen Zoo Duisburg


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.