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Letzte Ratssitzung in diesem Jahr
Duisburger dürfen bald zur Axt greifen

Letzte Ratssitzung in diesem Jahr: Duisburger dürfen bald zur Axt greifen
Mit der Verabschiedung des Haushaltes für das kommende Jahr setzte der Stadtrat gestern wichtige Akzente. FOTO: Christoph Reichwein (crei)
Duisburg. Der Stadtrat stimmte gestern der Änderung der Baumschutzsatzung zu. Außerdem wählte er Dr. Dörte Diemert zur neuen Kämmerin.

Ihr erster kurzer Auftritt in Duisburg dauerte nur wenige Minuten: Dr. Dörte Diemert bedankte sich nach der Wahl zur neuen Kämmerin für die Glückwünsche, nahm Blumensträuße entgegen und war wieder verschwunden. Die Kölnerin, die gestern mit Zustimmung aller Ratsfraktionen gewählt wurde, tritt ihren Dienst im Rathaus im Februar an und muss dann die Haushaltbeschlüsse umsetzen, die der Rat gestern fasste. Ihre Wahl galt als sicher, seitdem sie bei ihrer Vorstellungsrunde in den Fraktionen einen sehr guten Eindruck hinterlassen hatte. Dr. Dörte Diemert ist 41 Jahre alt. Sie ist seit 2008 beim NRW-Städtetag in Köln, seit 2014 als Hauptreferentin und gilt als ausgewiesene Expertin für Kommunalfinanzen. Sie hat für ihren Arbeitgeber zahlreiche Stellungnahmen verfasst, zum Beispiel zum Stärkungspakt oder zum Gemeindefinanzierungsgesetz. Innenminister Jäger kennt Diemert von Anhörungen im Landtag, OB Link von der Zusammenarbeit mit dem Städtetag. Sie ist Juristin und löst Dr. Peter Langner ab, der in den Ruhestand geht.

Freud und Leid: Die Mitarbeiter des IMD protestierten gestern gegen den "Rauswurf" ihres Chefs Uwe Rohde. Wenig später gratulierte OB Link der neuen Kämmerin der Stadt, Dr. Dörte Diemert, zu ihrer Wahl. FOTO: Christoph Reichwein

Protest gab es gestern vor dem Ratssaal von Mitarbeitern des Immobilienmanagement IMD. Sie wollen nicht einsehen, dass ihr "Chef" Uwe Rohde spätestens Ende nächsten Jahres gehen muss. Sein Vertrag, der dann ausläuft, wird nicht verlängert. Rohde werden vor allem Fehler bei der Bereitstellung von dringend benötigten Flüchtlingsunterkünften vorgeworfen. Unzufrieden mit ihm sind auch Schulen und Vereine. Das IMD ist zuständig für die städtischen Immobilien, zu denen unter anderem Turnhallen und Schulgebäude zählen.

Keinen derartigen Protest hingegeben gab es dagegen, dass die Duisburger in Kürze ihre Bäume im Garten ohne behördliche Genehmigung fällen dürfen. Was den Grünen und dem BUND nicht gefällt, kommt bei den meisten Bürgern um so besser an. Denn die Verärgerung darüber, dass bislang die Fällung "beim Amt" beantragt werden musste und die Genehmigung dann mit hohen Kosten verbunden war, hielt über Jahre an. Gegner befürchten hingegen, dass die Duisburger nun auf "Teufel komm raus" abholzen. Die neue Baumschutzsatzung tritt in wenigen Wochen in Kraft.

(hch/skai/ib)
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