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Duisburg
Fünf Prostituierte im Sperrbezirk

Duisburg. Der Straßenstrich scheint nun auf dem Rückzug zu sein. Von Monique de Cleur

Seit Ende August sind weite Teilen des Duisburger Südens als Sperrbezirk ausgewiesen; Prostitution ist seitdem in Wanheim, Mündelheim, Hüttenheim, Ehingen und Serm sowie in Friemersheim im Westen verboten. Das Ziel, damit den Ehinger Straßenstrich loszuwerden, scheint auf einem guten Weg zu sein: In den knapp vier Wochen seit Inkrafttreten des Sperrbezirks traf das Ordnungsamt bei Kontrollen vor Ort nur insgesamt fünf Prostituierte an.

Diese wurden über den geltenden Sperrbezirk informiert und anschließend des Platzes verwiesen. Außerdem verteilt das Ordnungsamt in solchen Fällen einen Flyer, der in verschiedenen Sprachen sowie zusätzlich mit einer Grafik auf das Sperrgebiet hinweist. Trifft das Ordnungsamt eine Prostituierte zum ersten Mal innerhalb des Sperrbezirks an, bleibt es beim Platzverweis. Im Wiederholungsfall wird ein Verwarngeld verhängt oder ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Etwa 20 Mal war das Ordnungsamt inzwischen zu Kontrollen vor Ort.

An Werktagen kontrollieren die Mitarbeiter zweimal täglich, jeweils einmal im Rahmen der Früh- und einmal im Rahmen der Spätschicht "zu unterschiedlichen Uhrzeiten", erläutert Stadtsprecher Peter Hilbrands. Kommen der Verwaltung Beschwerden von Bürgern zu Ohren, werden zusätzliche Kontrollen durchgeführt. Beschwerden hat es nach Angaben von Hilbrands bisher aber nur "vereinzelt" gegeben. Am Donnerstag hatte Heiner Lambertz, Vorsitzender des Bürgervereins Ehingen, allerdings an einer einschlägigen Bushaltestelle wieder eine Beobachtung gemacht: "Da stand wieder eine als Prostituierte bekannte Dame." Wie oft und wie lange künftig kontrolliert wird, kann die Verwaltung noch nicht absehen. Künftige Kontrollen seien "abhängig von der weiteren Entwicklung vor Ort".

Quelle: RP
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