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Duisburg
Kunstraum "SG1" erinnert an Heinrich Strunk

Duisburg. "Zum Angst haben ist es zu spät" heißt auf einem Bild der neuen Ausstellung im Kunstraum "SG1" auf der Schmalen Gasse in der Duisburger Innenstadt. Anlass für die gestern eröffnete Ausstellung ist der Todesmonat des Duisburger Künstlers Heinrich Strunk, der im Oktober 2016 verstarb.

Strunk, 1949 im oberschlesischen Zabrze geboren und mit 17 Jahren in die Bundesrepublik übergesiedelt, machte in den Jahren 1967 bis 1969 eine Ausbildung zum Lichtreklamehersteller. Von 1973 bis 1980 studierte er erst an der damaligen Duisburger Gesamthochschule "auf Lehramt" und nach dem ersten Staatsexamen von 1982 bis 1990 dann Kommunikationsdesign an der Essener Universität. Anschließend machte er sich selbstständig und arbeitete fortan als freier Künstler. Strunks künstlerische Vorliebe galt der freien Malerei und der Zeichnung. Nach Aussage seines langjährigen Freundes Uwe Loss - 1977 lernten sich beide an der Duisburger Hochschule kennen - war Strunk ein Vielarbeiter, und zwar "sehr produktiv und diszipliniert, was seine Kunst betraf." Das Machen sei ihm dabei stets wichtiger gewesen, als das Ausstellen, betonte er. Eine Besonderheit von Strunk sei es gewesen, dass er manche Bilder auch auf deren Rückseite mit Motiven bearbeitete. Die bei "SG1" gezeigten Werke sind überwiegend großflächig und mischförmig gemalt und/oder gezeichnet. Sie tragen alle keine Titel und ihre Entstehungszeiten sind unbekannt. Doch für deren Aussagen beziehungsweise Botschaften spielt das keine Rolle. Vielmehr gilt, was Strunk einst zu Intention und Konzeption seiner Kunst schrieb: "Mit einem Auge nach Außen sehend, mit dem anderen nach Innen. Das Außenauge leitet das Gesehene nach Innen und schafft oft mächtig Eindruck. Mit dem Innenauge beobachte ich, wie sich der neue mit früher gesehenen Eindrücken verträgt, verbindet, korrespondiert, widerspricht oder partout nicht vertragen will. Über solche Paarungen, Abneigungen und Streitfälle, Verbindungsketten, Rhythmen und Kontrapunkte, harte Akzente und stille Umarmungen male ich Bilder." Die Laufzeit der Ausstellung geht bis zum 18. Dezember. Geöffnet ist sie jeden Montag in der Zeit zwischen 17 und 20 Uhr oder auch auf Anfrage unter Telefon 0203/60498944 oder "mailto:kontakt@sgl-kunstraum.de".

(O.R.)
 
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