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Duisburg
Malerei als ein Akt der Befreiung

Duisburg. Ausstellung mit Werken der im März verstorbenen Künstlerin Monika Prahl. Von Peter Klucken

Erst mit 56 Jahren fand Monika Prahl zur Kunst. Das war 2010, im Jahr, als sie erfuhr, dass sie an einem aggressiven Blutkrebs erkrankt ist. Sie belegte Kunstkurse in der Volkshochschule, malte dort realistische Aquarelle, vorzugsweise Landschaften und gelegentlich Stillleben. Schnell zeigte sich, dass Monika Prahl mehr kann, als man von einer Hobbymalerin erwarten kann. Irgendwann trafen dann Monika Prahl und die Duisburger Malerin Dorothee Impelmann zusammen. Und Dorothe Impelmann war es, die Monika Prahl in den Duisburger Kunstverein am Weidenweg 10 holte. Dort wird nun die Ausstellung "AugenBlicke" gezeigt, posthum, denn im März ist Monika Prahl gestorben. Dorothee Impelmann wird am Freitag, 6. November, 19 Uhr, in die Ausstellung einführen. Sie hat die Entwicklung von Monika Prahl in ihren vier letzten Lebensjahren gut verfolgen können. Malerei, so berichtete sie jetzt, sei für Monika Prahl ein Akt der Befreiung gewesen: Zum einen Befreiung von dem Bewusstsein, permanent von der Krankheit gefangen zu sein. Beim Malen konnte dieses Bewusstsein seinen Druck zum Teil verlieren. Zum anderen habe sich Monika Prahl auch künstlerisch selber befreit. Von der gegenständlichen Kunst fand sie in ihren späteren Arbeitenmehr zur freien Formfindung. Die Ausstellung beweist, dass Monika Prahl in beiden Kunstwelten zu Hause ist. Ihre Landschaftsaquarelle sind stimmungsvoll, und ihre ungegenständlichen Arbeiten faszinieren durch den gekonnten Umgang mit Farben und Formen.

Die Ausstellung kann außer am Freitag auch am Samstag von 17 bis 20 Uhr besichtigt werden. Außerdem am Sonntag, 8. November. Der Kunstverein lädt für diesen Sonntag, ab 10 Uhr, zum Mitbringfrühstück ein, bei dem auch die Ausstellungen des Hauses bis 18 Uhr besichtigt werden können.

Info: www.Kunstverein-Duisburg.de

Quelle: RP
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