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Duisburg
Neues City-Entrée soll 2019 fertig sein

Mercator One in Duisburg: Neues City-Entrée soll 2019 fertig sein
Das neue Bürogebäude Mercator One soll ab 2019 als Blickfang auf dem Weg vom Hauptbahnhof in die City dienen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant. FOTO: Reichwein/Investor/Stadt
Duisburg. Investor Torsten Toeller stellte gestern die Pläne für das am Portsmouthplatz geplante Großprojekt Mercator One vor. Baubeginn soll schon Anfang kommenden Jahres sein. Die Eröffnung ist für den Herbst 2019 geplant. Von Tim Harpers

Dass die City mit dem am Hauptbahnhof geplanten Bürokomplex Mercator One ein schickes neues Entrée bekommen soll, steht schon seit Anfang diesen Jahres fest. Doch seit gestern ist nun klar, wann die Duisburger mit dieser Aufwertung für ihre Innenstadt rechnen dürfen. Nach aktuellem Stand soll der neu gestaltete Bahnhofvorplatz samt Bürogebäude spätestens im Herbst 2019 fertig gestellt werden. Fressnapf-Gründer und Investor Torsten Toeller stellte gestern am Rande der Duisburger Gewerbe-Immobilienmesse Gimdu die Pläne für das Bauvorhaben vor, dessen Umsetzung nach dem Entwurf des international renommierten Architekten Hadi Teherani erfolgen soll. "Ich will ein geniales Entrée schaffen", sagte Toeller, der mit seiner Familie seit Jahren in Duisburg lebt. "Wer aus dem Hauptbahnhof kommt, der soll sehen, dass Duisburg auch Gebäude mit Wow-Effekt kann. Schließlich gibt's keine zweite Chance für einen ersten Eindruck." Die Bauanträge werden laut Toeller noch in diesem Monat eingereicht. Baudezernat und Investor gaben sich zuversichtlich, dass mit der Umsetzung schon im Frühjahr des kommenden Jahres begonnen werden kann.

Der Bürokomplex soll 97 Meter lang, 16 Meter breit und 28 Meter hoch werden. Charakteristisch soll die fächerförmige Gestaltung des Gebäudes sein. Dadurch soll der Eindruck entstehen, als ob der Neubau den alten Hauptbahnhof "in die Arme nimmt". Zugleich soll so eine Verbindung zur Königstraße angedeutet werden. Ein wenig erinnert diese Fächerarchitektur an Teheranis "Kranhaus" in Köln, einem Ensemble aus zwei Bürohäusern sowie einem Wohnhaus, das zum Wahrzeichen am Kölner Rheinauhafen geworden ist.

Durch die vielen Glasflächen soll der Neubau leicht und transparent wirken. Die Treppenhäuser werden nach innen verlegt, um den Anblick der Fassade nicht zu stören. Farblich sieht der Entwurf ein neutrales Anthrazit vor. Das "Mercator-One"-Haus soll über eine Fläche von insgesamt 8500 Quadratmetern verfügen. Davon werden 1200 Quadratmeter für Gastronomiebetriebe reserviert, der Rest für Büroflächen. Branchen-untypisch will Toeller mit dem Bau beginnen, bevor er überhaupt eine Mieterzusage in der Tasche hat. "Das Risiko ist gering", sagte er. "In Duisburg gibt es einen Büroflächenleerstand von nur zwei Prozent und eine große Nachfrage gerade nach kleineren bis mittelgroßen Büroflächen." Ralf Meurer, Geschäftsführer der Duisburger Wirtschaftsförderung, pflichtete dem Investor bei. "Der Bau von Herrn Toeller ist für uns wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk", sagte er. "Bisher war es so, dass wir wegen des Bürobestands Probleme hatten, ernsthaften Interessenten geeignete Büroflächen in der Stadt vermitteln zu können. Die Nachfrage ist hoch. Unser - wie wir glauben realistisches - Ziel ist es, dass bei Fertigstellung des Gebäudes 80 bis 90 Prozent der Flächen vermietet sind."

Das Investitionsvolumen für den Bau bezifferte Toeller mit einer Summe von "um die 30 Millionen Euro." Für Oberbürgermeister Sören Link ist das Engagement des Duisburger Unternehmers in die Zukunft der Innenstadt ein tolles Signal. "Es ist klasse, wenn ein Macher wie er für Duisburg wirbt", sagte er. "Und das voller Überzeugung und Herzblut. Ich kann mir gut vorstellen, dass das fächerförmige Ensemble zu einem neuen Wahrzeichen unserer Stadt wird."

Quelle: RP
 
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