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Duisburg
Neue Werkstatt ist fast fertig

Duisburg. Die neuen Arbeitsräume der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Großenbaum stehen kurz vor ihrer Vollendung. 150 Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung sollen dort demnächst arbeiten. Von Cornelia Brandt

Von außen betrachtet wirken die neuen Arbeitsräume der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) an der Albert-Hahn-Straße in Großenbaum schon fast wie fertig. Doch innendrin ist es noch nicht soweit, hier wird noch fleißig gewerkelt. Zum Beispiel müssen die Malerarbeiten noch abgeschlossen und die Räume eingerichtet werden. Im September soll es endlich soweit sein: 150 Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung sollen dann in der neuen Werkstatt arbeiten können.

Die Räume wirken hell und großzügig, das Gebäude weist viel Glas auf, durch das viel Tageslicht eindringen kann. Auch von außen ermöglicht das einen Einblick - der überdies zeigt, dass die Beschäftigten sich nicht zu verstecken brauchen. In der ersten Etage finden Schulungsräume, ein Ruheraum und Büros ihren Platz. Im Erdgeschoss wird es eine Wäscherei, einen Montagebereich, einen großen Lagerraum und eine Großküche geben. In dieser sollen bis zu 1500 Essen pro Tag zubereiten werden können.

"Die Küche ist in erster Linie dazu da, unseren eigenen Bedarf von 800 Essen am Tag zu decken", erläutert Kathrin Keune, verantwortlich für Projekte/Kommunikation bei der WfbM. Mit der darüber hinaus gehenden Kapazität könnten dann etwa umliegende Unternehmen mit einem regelmäßigen Bedarf oder Seniorenheime mit Catering beliefert werden. Geplant sei ebenso ein Verkaufsstand durch ein Fenster, wo sich Externe ihr Mittagessen holen können. "Es wird gutes regionales, saisonales Essen geben. Ohne Vorbestellung. Das ist in der Gegend völlig neu", sagt Keune.

Wenn Mitte/Ende September die neuen Räumlichkeiten bezogen werden, dann sollen in dem Zuge auch die neuen Produkte der Töpferei vorgestellt werden: Exklusiv für die beiden eigenen Restaurantbetriebe Ziegenpeter und Kleiner Prinz werden derzeit von den Mitarbeitern hübsche Dinge wie Schälchen und kleine Tellerchen für Beilagen mit dem entsprechenden Restaurant-Namen oder -Logo und individuelle Obstschalen entworfen.

"Die Fertigung ist kein maschineller Prozess. Die einzelnen Produkte müssen sorgfältig überlegt werden, damit die von unseren Mitarbeitern auch wirklich hergestellt werden können. Das sind alles Einzelstücke", erläutert Gruppenleiterin Romana Maruhn. Diese sollen dann bei der Einweihungsfeier der neuen Räume an der Albert-Hahn-Straße der Öffentlichkeit präsentiert und ab dann auch in den Restaurants eingesetzt werden. "Wenn die Nachfrage der Restaurantgäste hoch genug ist, werden wir auch überlegen, ob wir die Produktlinie ab Herbst in unserer Ladengalerie Ars Vivendi verkaufen." Dann könnte Jedermann sich ein Stück seines WfmB-Lieblingsrestaurants nach Hause holen.

Quelle: RP
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