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Duisburg
Nicht optisch, aber für Käufer attraktiv

Nicht optisch, aber für Käufer attraktiv
Nicht optisch, aber für Käufer attraktiv FOTO: Christoph Reichwein
Duisburg. Der Verein "City-Management Duisburg", der die Entwicklung der Innenstadt koordiniert, hat seine Ziele für das kommende Jahr vorgestellt. Unter anderem will er die Erreichbarkeit der Innenstadt verbessern. Von Jan Luhrenberg

Die Brunnenmeile und die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten - das finden die Duisburger an ihrer Innenstadt gut, war eines der Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsanalyse, die der Verein "City-Management Duisburg" gemeinsam mit der IHK in Auftrag gegeben hatte. Die Studie zeigte aber bekanntlich auch, an welchen Stellen Verbesserungspotential vorhanden ist.

Im April und Mai diesen Jahres waren neben Passanten in der Innenstadt auch Duisburger Haushalte befragt worden. Knapp 600 Befragte sagten dabei, wo sie noch Entwicklungsmöglichkeiten sehen, was ihnen gefällt und was weniger. "Mit der Befragung wollten wir überprüfen, ob wir den richtigen Weg gehen und uns die richtigen Ziele setzen", erklärt Jochen Braun, Vorstandsvorsitzender des Vereins.

Zwar zeigen die erhobenen Daten, dass die Duisburger mit ihrer Innenstadt weitgehend zufrieden sind. Doch die Infrastruktur lässt zu Wünschen übrig: Das bauliche Erscheinungsbild der City sowie fehlende Grünflächen und Bepflanzungen trüben das gute Bild. Hier zieht City-Management im kommenden Jahr die Zügel an.

Insgesamt hat der Verein 13 Maßnahmen auf die Agenda gesetzt, die in den nächsten Monaten abgewickelt werden sollen. Alleine drei davon sollen die optische Erscheinung der City nachhaltig verbessern, um in Zukunft mehr kaufwillige Besucher anzulocken. Vor allem plant der Verein, mehr Grün ins Stadtbild zu bringen und die Überdachung der Königstraße (wieder einmal) zu reinigen. Negativ wirken sich die Angetrunkenen und Junkies aus, die auf der Kö herumlungern. Die CDU hatte bereits im vergangenen Jahr ein Alkoholverbot angeregt, für das es jetzt im Rat der Stadt eine Mehrheit gab. Auch der Verein City-Management macht sich dafür stark. Doch dieses Verbot umzusetzen, ist rechtlich nicht ganz einfach.

Der Verein will Seminare und Schulungen zum Thema Servicequalität in den Geschäften anbieten. Dabei sollen unter anderem aktuelle Trends von Verkaufsgesprächen aufgegriffen werden. Denn bei der Befragung schnitt der Service des Einzelhandels nicht gut ab. Ein weiterer Punkt ist die Digitalisierung. Der Verein plant, die Duisburg-App um die Sparte Shopping zu erweitern. Den Geschäften soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Ware auch online zu präsentieren. "Zwar werden wenig Kunden Produkte über diese App bestellen und sich nach Hause liefern lassen, da dies zu teuer ist", sagt Michael Rüscher, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von "City-Management Duisburg". Aber es sei für den Einzelhandel attraktiv, Waren in einem Online-Schaufenster zu präsentieren. So könne sich der potenzielle Kunde einen Überblick verschaffen. Die Innenstadt soll aber nicht nur optisch einen guten Eindruck machen und über ansprechende Angebote verfügen. Auch die Erreichbarkeit ist ein Thema. Große Karten sollen nicht nur die Highlights der Innenstadt anzeigen. Sie sollen auch auf vier separate Zonen von Duisburg verweisen, die in verschiedenen Farben dargestellt werden - das Dellviertel, die Altstadt, der Innenhafen und die Innenstadt. Neue Straßenschilder sollen die Passanten in die gewünschte Richtung und in die Quartiere führen. Der Verein hofft, das der benötigte Beschluss des Stadtrates im Frühjahr erfolgt. Erst dann kann das neue Fußgängerleitsystem installiert werden.

Quelle: RP
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