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Unsere Woche
Nicht sehr viel wirklich Neues

Duisburg. Duisburgs großer Auftritt auf der Expo Real in München in dieser Woche schürt hohe Erwartungen. Auf der Immobilienmesse schlug die Stadt mit einem dicken Ideenpaket auf. Die meisten der dort vorgestellte Projekte sind allerdings nicht wirklich neu, wie zum Beispiel der Bau des Büro- und Laborgebäudes für das LANUV am Duisburger Hauptbahnhof. Aber auf der Messe einen Vertrag zu unterzeichnen macht sich eben gut.

Ebenfalls nicht neu: An der Steinschen Gasse im Schatten der Marienkirche soll ein großes Geschäfts- und Bürogebäude gebaut werden. Da der Investor in München noch keine künftigen Mieter benennen konnte, war der Messeauftritt bei diesem Thema nicht mehr als die Wiederholung der bekannten Wasserstandsmeldung. Und auch über Wohnbebauung im Hochfelder Rheinpark wird schon seit Jahren geredet.

Dass die Stadt die Entwicklung des Wedauer Bahngeländes auf der Messe groß verkaufte, war genau so naheliegend wie die Präsentation von "The Curve" am Innenhafen, der Neubau, der früher unter dem Arbeitstitel Eurogate angedacht worden war.

Wer sich durch die Präsentationsmappe arbeitet, bekommt den Eindruck, dass darin nicht nur ein schönes Bild von Duisburg gezeichnet wird, sondern auch, dass auf unseren Planungsdezernenten jede Menge Arbeit zukommt. Wir hoffen für ihn, vor allem aber für Duisburg, dass er erfolgreich sein wird. Denn das Image der Stadt hängt entscheiden davon ab, dass Investoren den Eindruck gewinnen, dass man hier unbedingt an den Start gehen sollte.

Wie notwendig das ist, wissen wir alle. Und so billige Späße zulasten Duisburgs, wie ihn gerade der Hersteller eines Markenbitters in einer Werbekampagne betreibt, brauchen wir nicht. Denn so ein bitteres Los, hier wohnen und arbeiten zu müssen (was er behauptet), ist es ja nun wirklich nicht.

Gute Nachrichten aus der Stadt wird es in den kommenden Monaten mit Sicherheit noch viele geben. Denn im Mai kommenden Jahres sind Landtagswahlen. Und welcher unserer örtlichen Kandidaten ist schon gewillt, nur mit Pleiten, Pech und Pannen um die Wählergunst zu werben?

Für Oberbürgermeister Link hat gleichfalls die Vorbereitung für seine (erwartete) Wiederwahl in 2018 begonnen. Mit einer Dauer-Brache am Güterbahnhofsgelände, mit Baugruben, die das Unkraut schon wieder zugewachsen hat, mit Straßen im schlechten Zustand und mit Diskussionen über vorhandene oder auch nur über herbeigeredete No-Go-Areas wird er wohl kaum Punkte bei den Duisburgern machen können.

Quelle: RP
 
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