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Duisburg
Süd-Bad: Haar in der Suppe

Duisburg. Bezirksbürgermeister Dietmar Eliaß hat die Ratsentscheidung, das Hallenbad Wanheim an den Stadtsportbund zu übergeben, mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Bürgerschwimmen müsse weiter möglich sein. Von Stefan Ossenberg

Wanheim Auch wenn das Hallenbad Wanheim demnächst vom Stadtsportbund betrieben werden soll (die RP berichtete) und somit ein "Bürgerschwimmen" in der bisherigen Form nicht mehr möglich sein wird, sieht Bezirksbürgermeister Dietmar Eliaß (SPD) den Ratsbeschluss während der Beratungen zum Haushaltssicherungskonzept nicht durchweg negativ.

"Uns ging es vor allem darum, das Hallenbad zu erhalten. Dass das Schwimmen nur noch als Vereinsmitglied möglich sein wird, ist natürlich ein dickes Haar in der Suppe. Wie aber die Einzelheiten aussehen werden, dass werden wir noch in Gesprächen mit dem Stadtsportbund klären. Bisher gibt es Anzeichen für eine Lösung, die allen gerecht wird."

Lösungen werden gesucht

Wie berichtet, soll das Hallenbad Wanheim nur noch denjenigen Bürgern offen stehen, die einen Jahresmitgliedbeitrag von 90 Euro zahlen. Ein Unding, findet die CDU. Sie bemängelt, dass es im Süden der Stadt zukünftig kein städtisches Bad mehr geben soll. "Aber für die Dauerschwimmer wird es günstiger", berichtet Eliaß. Zahlen diese doch für eine Elfer-Karte rund 30 Euro. "Momentan wird bei der Vereinslösung überlegt, auch Quartalskarten anzubieten. Wir werden auf jeden Fall versuchen, einen guten Kompromiss für alle Beteiligten zu finden", so der Bezirksbürgermeister.

"Momentan ist es einfach nur wichtig, dass das Bad offen bleibt. Die Bäderschließung ist verhindert", sagt Eliaß weiter. Doch jetzt müsse abgewartet werden, ob der Regierungspräsident die Maßnahme genehmigt. "Wir hatten eigentlich vor, den Beschluss aufzuweichen, aber das war bei den vielen Maßnahmen und unserem Gesamtkonzept zur Haushaltssicherung nicht möglich", so der Bezirksbürgermeister.

Der Wanheimer SPD-Ratsherr Werner von Häfen formulierte es im Gespräch mit unserer Zeitung ein wenig anders, wenn auch inhaltlich ähnlich "Bei den Beratungen zum Haushaltssicherungskonzept mussten wir die Sparsumme erreichen. Da ist die Bäderfrage im Duisburger Süden unter den Tisch gefallen." Nach seiner Aussage war er sich der Konsequenz seiner Entscheidung zum Wanheimer Bad "voll bewusst".

Willi Hendricks von der "Initiative Hallenbad Süd" findet es gut, dass das Bad erst einmal erhalten bleibt. Er erfuhr erst gestern von der aktuellen Entwicklung, wie er sagte. "Für die Dauerschwimmer wäre eine Vereinslösung preiswerter als die bisherige Situation. Das ist begrüßenswert." Man müsse jedoch auch an diejenigen denken, die nicht "jeden Tag oder jede Woche schwimmen gehen. Generell plädieren wir für ein öffentliches Bad".

Quelle: RP
 
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