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Duisburg
"Totmannschalter" immer gedrückt

Duisburg: "Totmannschalter" immer gedrückt
Sicherheit geht vor in den Straßenbahnen der DVG. Dazu dient auch die Totmannsicherheitsschleife. FOTO: DVG
Duisburg. Die Vorstellung schockiert: Ein Straßenbahnfahrer ist zum Beispiel wegen eines Herzinfarktes nicht mehr in der Lage, das Fahrzeug zu steuern und abzubremsen. Was passiert dann?

Medizinische Notfälle, wie beispielsweise Herzinfarkte oder Schlaganfälle, können jederzeit und überall vorkommen. Besonders gefährlich auch für andere sind sie dann, wenn sie im Straßenverkehr auftreten. Der betroffene Verkehrsteilnehmer kann die Kontrolle über sein Fahrzeug verlieren, was schlimme Folgen haben kann. Das gilt nicht nur für "normale" Autofahrer, sondern auch für diejenigen, die in den Bahnen der DVG "an der Kurbel" sitzen.

Dieser Schalter muss durchgängig gedrückt werden, damit die Bahn nicht automatisch abgebremst wird. FOTO: Daniel Tomczak/DVV

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft beugt dieser Gefahr vor, denn es gibt in den Straßenbahnen verschiedene Sicherheitseinrichtungen. Eine davon ist die sogenannte Totmannsicherheitsschleife. Diese überwacht, ob ein Fahrer anwesend und handlungsfähig ist und löst andernfalls ein akustisches und optisches Signal und im Anschluss eine Betriebsbremsung aus.

Bei der DVG bedeutet dies, dass der Straßenbahnfahrer während der Fahrt außerhalb des Tunnels den "Totmannschalter" durchgehend betätigen muss.

Auch mit Hilfe dieses Pedals kann der Fahrer übermitteln, dass er weiter handlungsfähig ist. FOTO: Daniel Tomczak

"Unsere Fahrer haben zwei Möglichkeiten, dies zu tun", erklärt Holger Peich, Leiter Betriebshof am Grunewald. "Entweder halten sie den Schalter mit der Hand gedrückt oder legen dauerhaft ihren Fuß auf ein Pedal im Fußraum der Fahrerkabine. Schalter und Pedal haben die gleiche Funktion."

Sollte ein Fahrer den Schalter länger als vier Sekunden nicht betätigen, wird die Bahn mit einer Betriebsbremsung automatisch abgebremst. Schalter und Pedal haben die gleiche Funktion. Das System geht dann davon aus, dass der Fahrer nicht mehr handlungsfähig ist. "Das Abbremsen ist ein Automatismus, der den Fahrer, die Fahrgäste und weitere Verkehrsteilnehmer schützen soll", betont Peich. Die Bahn würde in einem solchen Fall zum Stehen kommen und kann erst nach Stillstand wieder zum Fahren gebracht werden. Verlässt die Bahn den Tunnel erhält der Fahrer ein akustisches Signal, das ihn dazu auffordert, den Totmannschalter zu betätigen.

Quelle: RP
 
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