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Duisburg
Umwelttage spüren dem Abfall nach

Duisburg: Umwelttage spüren dem Abfall nach
Dr. Peter Greulich sieht noch viel Verbesserungspotenzial.
Duisburg. "Abfall und Umwelt - Abfall von heute ... Rohstoff von morgen" lautet das Motto der 19. Duisburger Umwelttage, die vom 4. bis zum 23. Juni stattfinden werden. "Abfall ist quasi unser tägliches Geschäft", sagt Stadtdirektor Peter Greulich, zugleich Umweltdezernent, anlässlich der Programmvorstellung.

Zwar sei das Thema Umwelt und Abfall in den vergangenen Jahrzehnten viel emotionaler diskutiert worden als heute, dennoch gäbe es noch einiges im Umgang mit Abfällen zu verbessern. "Das Phänomen des wilden Mülls ist immer noch ein Problem. Die Veranstaltungen sollten deshalb auch dazu dienen die Bürger über unsere Entsorgungsangebote zu informieren", sagt Greulich.

Ein Schwerpunkt der Umwelttage wird die Wiederverwertung von Rohstoffen sein, die sogenannte Kreislaufwirtschaft. Dieser Begriff hätte eigentlich den Abfallbegriff ablösen sollen, erklärt Andreas von der Heydt, Leiter des Amtes für Umwelt und Grün. Auch wenn bereits 46 Prozent der Stahlerzeugnisse aus recyceltem Material bestünden, sei man noch weit von einer ausreichenden Kreislaufwirtschaft entfernt. "Dabei kann jeder dazu beitragen, vom Einzelnen der Müll sammelt bis hin zum Stahlhändler, dass mehr Stoffe wiederverwertet werden", sagt von der Heydt.

Darum sollen die Umwelttage auch darüber informieren, welche seltenen Rohstoffe beispeilsweise aus Handy oder PC wiederverwendet werden können. Auch der Bereich Lebensmittelabfälle wird eine zentrale Rolle spielen. "Immer mehr Lebensmittel werden, oft sogar ungeöffnet, weggeworfen. Das Thema muss diskutiert werden", sagt von der Heydt. Die Auftaktveranstaltung am 4. Juni wird wie im vergangenen Jahr wieder ganz im Zeichen der Politik stehen: Bei einem "Regionalen Bürgerforum" im neuen Zentrum für Berufliche Bildung und Weiterbildung in Neudorf können die Duisburger ihre Forderungen zum Thema Abfall und Umwelt an NRW- und Europapolitiker richten. Organisiert wird das Forum erneut von Europe direct Duisburg. Zudem warten altbekannte Programmpunkte (wie die Waldrallye oder der Umwelt- und Ökomarkt am 16. Juni auf der Königstraße) auf den Besuch vieler Interessierter. Der Markt bildet gleichzeitig den Start in den "Duisburger Fahrradsommer".

Für alle weiteren Veranstaltungen bittet Ribhi Yousef, Organisator der Umwelttage, die Duisburger Unternehmen und Organisationen, die sich mit den verschiedenen Bereichen des Abfalls und der Umwelt beschäftigen, um Mithilfe und Ideen. Redaktionsschluss für das Programm ist der 16. April. Bis zum 15. Mai müssen Anmeldungen zum Umweltmarkt vorliegen.

Formulare für Veranstaltungsvorschläge sowie alle weiteren Informationen sind als Download auf der Internetseite des Umweltschutzes Duisburg, http://www.duisburg.de/micro2/umwelt/index.php, zu finden.

Quelle: RP
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