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Emmerich
Die "kuhlen" Wagenbauer aus Dornick

Emmerich: Die "kuhlen" Wagenbauer aus Dornick
Höher und breiter wird der neue Wagen des Dornicker Karnevalsvereins. "Normale" Mitglieder unterstützen die Wagenbaugruppe tatkräftig. FOTO: van Offern
Emmerich. Die Jecken vom Dorf am Deich treffen sich jetzt fast jeden Abend, damit ihr neuer Karnevalswagen auch rechtzeitig zum Tulpensonntagszug fertig wird. Das Motto bleibt - wegen des Wiedererkennungswertes. Von Monika Hartjes

Höher, breiter und größer - so wird der neue Karnevalswagen, den der Dornicker Karnevalsverein erstmalig auf dem Kinderkarnevalszug in Elten am Samstag, 6. Februar, präsentieren wird. "Unsere Mitgliederzahl ist auf 96 angestiegen. Außerdem ist der alte Wagen nicht mehr TÜV-abgenommen", sagt Michael Wittke vom internen Vorstand des Karnevalclubs.

Vor drei Jahren war es eher eine "Schnapsidee", als sich die Dornicker bei einem geselligen Zusammensein in der Dorfschänke bei Gastwirt Uwe Ophees dazu entschlossen, an den Karnevalszügen teilzunehmen. Rund 40 Dornicker - vom Kind zum Senior - machten mit. Ein Motto war schnell gefunden: "Dornick ist das geilste (Kuh-) Dorf der Welt".

Und weil es um Kühe ging, wurde der Wagen - ein einfacher Pkw-Anhänger - als Kuhstall gestaltet und die Teilnehmer trugen schwarz-gefleckte Kuh-Kostüme, so dass kleine und große "Rinder" sich auf dem Wagen tummelten und eifrig Kamelle in die Zuschauermenge warfen. Auch eine Fußgruppe gehörte dazu. Mit über 60 Teilnehmern am Tulpensonntagszug gehörten die "kuhlen" Südstaatler zu den größten Gruppen im Umzug. Jeweils drei Mal nahmen sie am Kinderumzug in Elten und am traditionellen Tulpensonntagsumzug in der Innenstadt teil.

Die TÜV-Vorschriften wurden strenger. "Mit dem alten Wagen wären wir wohl durch die TÜV-Abnahme gefallen", sagt Michael Wittke. Ein Umbau lohne nicht, zumal die Gruppe sich vergrößert hat. Rund 100 "Dornicker Kühe" werden in diesem Jahr am Zug teilnehmen. Da wurde den aktiven Karnevalisten ein alter Containeraufbau - offiziell Wechselaufbau genannt - von der Firma Convent angeboten. Der Aufbau ist rund 7,50 lang und vier Meter hoch. Der Vorstand um die interne Vorsitzende Michaela Sommer griff zu. "Da alle Mitglieder einen Beitrag bezahlen und wir einige Sponsoren haben, konnten wir uns diesen leisten." Weiterer Pluspunkt: Die Firma Convent stellt für die Züge eines seiner Fahrgestelle unentgeltlich zur Verfügung, um den Container im Zug zu ziehen.

Seit einem halben Jahr wird in einer Halle auf dem Hof Franken gebaut, zu Beginn nur an den Samstagen, aber weil die Zeit schon sehr weit fortgeschritten ist, sind seit Angang des Monats fast an jedem Abend Leute dort aktiv. Zunächst musste der Aufbau ausgebessert werden, Fensteröffnungen hineingesägt und eine komfortable Treppe mit kleinem "Balkon" angebaut werden.

Im Innern wurden Holzpodeste mit Rückenlehnen eingesetzt, damit auch der Nachwuchs an die Öffnungen kommt, um die Bonbons dann - aus einer luftigen Höhe von etwa drei Metern - unters närrische Volk zu werfen. "Ich schätze, wir sind einer der höchsten Wagen im Zug", so Wittke. Das Motto bleibt - "wegen des Wiedererkennungswertes" und ist gut sichtbar in bunten Buchstaben auf den Seitenwänden erkennbar. An der weiteren Bemalung wird noch gearbeitet, wobei die 20 Mann der Wagenbaugruppe tatkräftig von den anderen Mitgliedern unterstützt werden.

Quelle: RP
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