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Emmerich
Die Stadtwerke bleiben, wo sie sind

Emmerich: Die Stadtwerke bleiben, wo sie sind
FOTO: van Offern Markus
Emmerich. Ein Umzug in die Innenstadt ist jetzt vom Tisch. Das hat am Mittwoch der Aufsichtsrat der Stadtwerke beschlossen. Stattdessen soll der vorhandene Gebäudekomplex an der Dederichstraße saniert und erweitert werden. Von Markus Balser

Eigentlich hätten die Umzugskisten schon längst gepackt sein können, denn ursprünglich sollte das Konzept für die Standortverlegung der Stadtwerke bereits im letzten Jahr in trockenen Tüchern sein. Wie berichtet, war vorgesehen, dass das Kundenzentrum mit dem kaufmännischen Bereich des Emmericher Energieversorgers in einen leerstehenden Trakt der Hauptfiliale der Sparkasse Emmerich-Rees zur Willibrordstraße zieht. Doch dazu wird es nun nicht kommen.

Wie der Aufsichtsrat der Stadtwerkegesellschaft am Mittwochabend entschieden hat, sollen die Stadtwerke an der Dederichstraße bleiben. Das erklärte gestern Stadtwerke-Geschäftsführer Udo Jessner der RP auf Anfrage.

Blick auf den Gebäudekomplex an der Dederichstraße. Die Stadtwerke sollen hier auch künftig zuhause sein. FOTO: Markus van offern

Die Stadtwerke hatten zuvor eine interne Alternative zum Umzug prüfen lassen. Neben dem Kostenfaktor stand hier auch das Raumkonzept für die gut 30 betroffenen Mitarbeiter im Mittelpunkt. "Denn: "So wie es momentan ist, kann es nicht bleiben", sagt Jessner. Das derzeitige Verwaltungsgebäude der Emmericher Gesellschaft für kommunale Dienstleistungen mbH (EGD), in der im Wesentlichen die kaufmännischen Tätigkeiten und die Stabsfunktionen für den Stadtwerke-Verbund zusammengefasst sind, ist wegen seiner funktionalen und baulichen Mängel sanierungsbedürftig. Das Gebäude stammt aus der Vorkriegszeit und ist auch nicht auf die momentane Mitarbeiterzahl ausgelegt.

Im Laufe der Jahre gab es deshalb mehrere Um- und Anbauten, doch die reichen nicht aus. So sei laut Jessner vor allem das Kundenzentrum aus den 90er Jahren nicht mehr zeitgemäß - unter anderem auch deshalb, weil es keine Rückzugsmöglichkeit für vertrauliche Kundengespräche gibt. Zudem fehle es schlichtweg an Platz. "Für Mitarbeiter, Azubis und Prüfer haben wir im Prinzip fünf Arbeitsplätze beziehungsweise Schreibtische zu wenig", sagt der Stadtwerke-Chef.

Der fehlende Platz soll nun am bisherigen Standort geschaffen werden. Neben den Kosten waren für den Aufsichtsrat dabei auch städtebauliche Aspekte ausschlaggebend. Denn wenn die neue Unterführung am Löwentor fertig ist, könne eine attraktive Gestaltung des Stadtwerke-Komplexes zu einer Aufwertung des gesamten Areals führen. Stichwort: Öffnung zur Innenstadt.

Geplant sind jetzt eine schrittweise Sanierung des Gebäudes und ein Anbau. Im laufenden Betrieb - was nicht ganz einfach werden dürfte, zumal auch das Dach erneuerungsbedürftig ist. Zwei Jahre dürften die Arbeiten insgesamt in Anspruch nehmen, schätzt Jessner. Sie würden voraussichtlich jedoch vor Anfang/Mitte nächsten Jahres nicht starten können, sagte er gestern der RP.

Quelle: RP
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