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Rees
Gelände der Niag bleibt "zappenduster"

Rees: Gelände der Niag bleibt "zappenduster"
FOTO: Endermann, Andreas (end)
Rees. Das ehemalige Areal des Verkehrsunternehmens Niag am Eingangstor der City dient vielen Reesern als Parkplatz, der jedoch im Dunkeln liegt. Weil das Gelände 2017 bebaut wird, ist der Stadt eine provisorische Beleuchtung zu teuer. Von Markus Balser

Ein Mix aus Wohnungen und Gewerbe, der sich architektonisch an den historischen Bauten der Reeser Innenstadt orientiert - das sind die Pläne für das ehemalige Niag-Gelände, die im kommenden Jahr realisiert werden sollen. Doch bis es soweit ist, dient das einstige Areal des Verkehrsunternehmens vielen Reesern noch als Parkplatz. Allerdings als einer mit Hindernissen. Denn das gesamte Gelände ist unbeleuchtet. Da auch sonst kaum Licht in die Gegend fällt, bräuchten Passanten in der dunklen Jahreszeit morgens und abends eigentlich eine Taschenlampe, um sich überhaupt zurecht zu finden.

Für Hartmut Schall ein Unding und ein Sicherheitsrisiko: "Gerade viele Frauen fühlen sich hier extrem unwohl. Und das mit gutem Grund: Erst vor kurzem ist ganz in der Nähe eine junge Mutter sexuell belästigt worden", sagt der Reeser. Er fordert, dass die Stadt an dieser Ecke für Licht sorgt. Auch die SPD hatte in einem Ausschuss vor kurzem eine ähnliche Anfrage gestellt. Doch die Stadt Rees möchte das Licht hier - vorerst jedenfalls - nicht wieder anknipsen.

Der Hintergrund: Zwar ist die Stadt derzeit Eigentümer des Geländes, doch ist es als offizieller Parkplatz eigentlich gar nicht ausgewiesen. Das Abstellen von Fahrzeugen wird hier lediglich geduldet. Außerdem soll das Areal in absehbarer Zeit ja ohnehin neu bebaut werden. Und eine provisorische Beleuchtung, die dann nur bis zum nächsten Jahr Bestand hätte, ist der Stadt schlichtweg zu teuer.

"Weil es immer wieder Anfragen nach einer Beleuchtung gab, haben wir geprüft, ob wir die alten Laternen der Niag dort wieder in Betrieb nehmen könnten", erläutert der Reeser Stadtsprecher Jörn Franken. Jedoch sei dabei festgestellt worden, dass die Leitungen gekappt wurden und auch längere Zeit im Wasser gelegen hätten. "Die Laternen wieder ans Stromnetz anzuschließen, würde daher bedeuten, auch neue Leitungen verlegen zu müssen. Und das kostet einen hohen fünfstelligen Betrag", sagt Franken.

Eine solche Summe möchte die Stadt Rees in Zeiten knapper Kassen nicht investieren. Franken: " So eine Ausgabe muss auch vertretbar sein. Im Falle eines solchen Provisoriums ist sie es unserer Ansicht nach nicht."

Quelle: RP
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