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Emmerich
Hetter-Schlecker ist nach zehn Jahren geschlossen

Emmerich: Hetter-Schlecker ist nach zehn Jahren geschlossen
Ein Bild aus den Anfangstagen: Claus Hackvoort, Bärbel Tebaay und Monika Rzesznick am Hetter-Schlecker. FOTO: endermann
Emmerich. Der sonntägliche Anlaufpunkt für viele Praester und Radler in der Hetter ist aufgegeben worden.

Am 1. Mai haben ihn schon einige vermisst: Wo im vergangenen Jahr noch Kaffee getrunken und selbst gebackener Kuchen genossen, ein kühles Bierchen gezischt und über das Dorf getratscht wurde, klafft heute eine Lücke. Der Hetter-Schlecker, ein zum Kiosk umgebauter Ladewagen, der bis vergangenes Jahr von Mai bis Oktober sonntäglicher Anlaufpunkt für viele Praester und Radler war, die im Naturschutzgebiet unterwegs waren, ist nicht mehr.

"Wir haben den Hetter-Schlecker schweren Herzens aufgeben müssen", erklärte jetzt Monika Rzesznick der RP. Sie hatte zusammen mit Bärbel Tebaay zehn Jahre das beliebte Büdchen an der Ecke Wiesenstraße/Nordstraße geführt. Zeitliche Gründe seien jetzt ausschlaggebend gewesen, mit dem Hetter-Schlecker aufzuhören. "Wir haben das ja eigentlich nur nebenher zum Spaß gemacht und noch andere Berufe. Die und unsere Familien haben jetzt Vorrang", so Monika Rzesznick weiter.

Viele Praester bedauern das, denn der Hetter-Schlecker hatte auch viel mit dem Dorf zu tun: 2004 hatten die Kinder von Bärbel Tebaay und Claus Hakfoort beim Spielen einen alten Ladewagen (Baujahr 1965) bei Landwirt Wilhelm Brinkmann entdeckt. Schrottreif stand dieser zwischen Brennnesselsträuchern. Der Nachwuchs wollte den Wagen renovieren, zum Spielen und Übernachten, bis Philipp Tebaay auf die Idee kam, diesen für ein Kiosk herzurichten.

Mutter Bärbel fand diese Idee gar nicht so schlecht, denn oft kamen Wanderer bei ihr zuhause an der Wiesenstraße an die Türe und fragten nach einem Schluck Wasser. Und gesagt, getan: Gemeinsam mit Claus Hakfoort, Wilhelm Brinkmann und Monika Rzesznick, die die Konzession anmeldete, bildete Bärbel Tebaay eine GbR. So wurde also der Hetter-Schlecker geboren, der 2005 Premiere feierte. Jetzt ist also Schluss nach zehn Jahren. Schade!

(bal)
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