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Emmerich
"Die Leute in Emmerich sind gut drauf"

Kirmes in Emmerich 2017: In der Dunkelheit beginnt das Höhenfeuerwerk
Wer nicht selber aufs Karussell gehen wollte, hatte beim Zuschauen auch eine Menge Spaß. FOTO: van Offern Markus
Emmerich. Kirmes in Emmerich. Die Reaktionen der Schausteller sind unterschiedlich. Neues Karussell lockt Neugierige. Heute letzter Tag. Bei Anbruch der Dunkelheit beginnt das Höhenfeuerwerk für die Besucher. Von Monika Hartjes

Von "durchwachsen" bis "sehr zufrieden" beurteilten die Händler die ersten zwei Tage der Kirmes. "Man merkt den Leuten schon an, dass sie nicht mehr so viel Geld ausgeben für die Kirmes und lieber sparen", sagte Michael Sinn, Mitarbeiter beim Pferderennspiel "Rivalen der Rennbahn" am Samstag. Er hoffe aber, dass der Sonntagabend und vor allem der Montag mit seinen Angeboten zum Familientag und dem abendlichen Feuerwerk noch einiges bringe.

Den Freitagabend nutzten so manche Betriebe und Vereine, um gemeinsam ein Kirmesbier zu trinken. So auch die Damen vom VfB Rheingold, die neben dem Musik-Express, Autoscooter und den Kirmes-Genüssen wie Mandeln, Popcorn und Schokoladen-Obst auch das "Pferderennen" ausprobierten, wo sie ein neues Maskottchen für die kommende Saison gewannen: einen schwarz-weißen Affen mit grünen Pfoten.

Seit 45 Jahren steht Jürgen Vermöhlen aus Kleve auf der Emmericher Kirmes, vorher hatte sein Vater rund 20 Jahre lang hier Lose verkauft. Am Sonntagmittag war es eher ruhig.

Ideales Wetter für eine Sommerkirmes. Manchem Schausteller war es sogar zu gut. Dann kommen nicht so viele Besucher. Trotzdem: Der Kirmesplatz war gut gefüllt. FOTO: Markus van Offern

"Ich denke, das liegt an der Wärme. Gegen Abend wird die Kirmes bestimmt voller", sagte Vermöhlen, der aber insgesamt zufrieden war. Er komme gerne nach Emmerich, die Menschen seien sehr freundlich und viele Stammkunden kaufen Lose bei ihm. Als Preise besonders beliebt waren große weiße Teddybären mit Herz, das mit "I love you" beschriftet war, und eine neue Serie an Minion-Figuren. "Da ist gerade ein neuer Film herausgekommen, dann ist so was gefragt", erklärte der Losverkäufer. Zufrieden waren auch die Wirte am Getränkestand von "Onder de Poort", die in diesem Jahr ihre Preise nicht erhöhten. "Vor allem am Samstagabend lief es."

Die "Turbine" war zum ersten Mal in Emmerich. Während vorwiegend jüngere Leute die rasante Fahrt ausprobierten, schauten die Älteren amüsiert zu. "Aber es fahren auch Opas mit ihren Enkeln mit", hat Frank Grützner, Mitarbeiter bei dem Fahrgeschäft von Ralph Gusowski, festgestellt. "Die Kunden waren zwischen acht und achtzig Jahre alt." Die Leute in Emmerich sind sehr gut drauf, lobte er.

Pelina Hessel genoss die Fahrt, immerhin 24 Umdrehungen pro Minute. "Ich mag die Geschwindigkeit, das war toll", sagte sie lachend beim Aussteigen.

Marcel Breukelken fuhr gleich drei Mal hintereinander mit. Drei Euro kostete eine Fahrt, ebenso viel wie beim "Crazy Dancer", in dem sich vor allem die Jugend durchschaukeln ließ. Wer davon nicht genug bekam, konnte sparen: zehn Chips kosteten 20 Euro.

Die kleinen Kirmesbesucher mochten es lieber beschaulicher und fuhren in Clown- und Feuerwehrwagen, in Lokomotiven oder auf Polizeimotorrädern in den drei Kinderkarussells mit.

Beliebt war das Trampolin-Bungee, fünf Minuten Springen kosteten fünf Euro. Auch Klassiker wie Entenangeln, Dosenwerfen und Schießbuden durften nicht fehlen.

Am heutigen Montag laden die Schausteller zum Familientag mit besonderen Angeboten ein. Zum Abschluss der Kirmes findet ein Höhenfeuerwerk statt, das bei Einbruch der Dunkelheit beginnt.

Quelle: RP
 
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