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Klug wird Ortsvorsteher in Millingen

Rees: Klug wird Ortsvorsteher in Millingen
FOTO: DIANA ROOS
Rees. In der gestrigen Ratssitzung wurde Hans-Jürgen Klug zum neuen Ortsvorsteher von Millingen gewählt. Vorgänger Günter Boland legt sein Amt nieder. Der 76-Jährige wurde mit Beifall verabschiedet.

Hans-Jürgen Klug stammt aus Wertherbruch und wuchs in Werth auf und drückte hier die Schulbank mit Adolf Radstaak, dem ehemaligen Bürgermeister von Isselburg. Nach dem Fachabitur und einer Lehre zum Industriekaufmann setzte er seine Ausbildung zum Betriebswirt in Köln fort.

Seit 1977 lebt der heute 63-Jährige in Millingen. "In diesem Jahr habe ich meine Frau Resi geheiratet." Damals betrieb Schwiegervater Hein van den Busch noch die Dorfgaststätte an der Millinger Straße. Dort wohnt Hans-Jürgen Klug mit seiner Frau Resi heute noch, die die elterliche Schänke bis 1990 weiterführte. Hans-Jürgen und Resi Klug freuen sich, dass ihre Tochter mit ihrem Mann in nur 300 Meter Luftlinie gerade gebaut haben und "wir jetzt unseren drei Monate alten Enkel in der Nähe haben".

Hans-Jürgen Klug, der als Betriebswirt selbstständig ist, schwerpunktmäßig im Controlling im Bereich Bauträgergesellschaften, will seine berufliche Aktivität langsam zurückfahren. Als zweiter Vorsitzender von Fortuna Millingen trat er in diesem Jahr gemeinsam mit dem ersten Vorsitzenden, Heinz Lukkezen, ins zweite Glied. Beide sind nun Beisitzer. "Allerdings kümmern wir uns weiterhin um die Offene Ganztagsschule OGS, für die Fortuna Träger ist. Es macht viel Freude, natürlich auch Verwaltungsarbeit. Wir haben sechs routinierte Mitarbeiterinnen, sind somit schon ein kleines Unternehmen."

Hans-Jürgen Klug ist nicht mehr als leidenschaftlicher Fußballspieler unterwegs. Heute steigt er lieber aufs Rennrad, joggt im Wald und nimmt an diversen Cityläufen, wie in Kürze beim Pfalzdorfer Silvesterlauf teil. Seit zehn Jahren ist der Millinger Mitglied der CDU. Mitte des Jahres wurde er von Bürgermeister Christoph Gerwers angesprochen, ob er sich vorstellen könne, Ortsvorsteher zu werden. "Ich habe mich lange mit Günter Boland unterhalten und einen großen Fragenkatalog mit ihm abgearbeitet. Als ich nun gefragt wurde, konnte ich guten Gewissens zustimmen", so Klug.

Die großen Betuwe-Diskussionen sind in Millingen erst einmal verstummt. "Nach der Konsenz im Februar ist Ruhe eingekehrt, die Anrufe und manchmal auch Anfeindungen haben aufgehört", hat ihm Günter Boland berichtet. "Aufflammen wird die Diskussion, wenn der Prozess der Anhörungen beginnt", vermutet Klug. Dieser, so wurde ihm gesagt, beginne aber frühestens im vierten Quartal 2016, wenn nicht erst 2017. Da er immer mit dem Bauwesen zu tun hatte, sich beruflich auch mit Lärmschutzwänden beschäftigt hat, kann er mit seinem Wissen punkten, um die Anliegen der Bewohner zu unterstützen. Ob er auch einmal Ratsherr werden wird? "Ich würde es nicht kategorisch ablehnen", gibt sich Klug diplomatisch.

Bis zur Kommunalwahl 2020 dauert die Amtszeit des Ortsvorstehers. Durch Fortuna, seine Mitgliedschaft im Schützenverein und zahlreiche Aktivitäten im Dorf ist bekannt, dass der neue Ortsvorsteher ausgesprochen kontaktfreudig ist und keine Berührungsängste kennt. Nun freut er sich auf sein neues Amt.

(ha)
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