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1. FC Kleve: Im Angriff läuft nichts zusammen

Lokalsport: 1. FC Kleve: Im Angriff läuft nichts zusammen
Der Sonsbecker Jonas Kremer (links) und der Klever Levon Kürkciyan bei einem der vielen packenden Zweikämpfe. Zu einem Tor reichte es aber nicht. FOTO: van Offeren
Niederrhein. Fußball: Vor rund 500 Fans trennt sich die Landesliga-Mannschaft vom SV Sonsbeck mit einem torlosen Unentschieden. Von Reinhard Pösel

Rund 500 Zuschauer waren gestern ins Stadion auf dem Bresserberg gekommen, um sich von der fußballerischen Klasse zweier Mannschaften zu überzeugen, die vor der Saison von den Experten und solchen, die sich dafür halten, als Kandidaten auf die Aufstiegsplätze angesehen wurden.

Doch vor dem Anpfiff des Schiedsrichters Tim Floris, der im Verlaufe der 90 Minuten einen vielleicht zu lockeren Griff zu den Verwarnungskarten offenbarte, trennten beide Mannschaften zehn Punkte zugunsten der Schwanenstädter. Da es gestern Nachmittag dem 1. FC Kleve und dem SV Sonsbeck nicht gelang, ein Tor zu erzielen, änderte sich an dem Abstand in der Tabelle nichts. Allerdings werden sowohl Kleve als auch Sonsbeck ihr nächstes Pflichtspiel in leicht veränderter Formation durchstehen müssen: Nach jeweils gelb-roter Karte wird Kapitän Fabio Forster dem 1. FC Kleve fehlen, auf Sonsbecker Seite ist Innenverteidiger Lukas Vengels Leidtragender der doppelten Verwarnungskarte.

Im ersten Durchgang des Spiels hatten die Sonsbecker die größeren Spielanteile. Sie standen in der Defensive sehr kompakt und machten durch ihre hochstehende Abwehr, die umsichtig vom Griechen Georgois Efthimioi dirigiert wurde, die Räume im Mittelfeld eng. Dadurch kam die Klever Angriffsmaschinerie kaum zur Geltung. Die schnellen Spitzen Pascal Hühner und Leon Kurikciyan hingen förmlich in der Luft. Zudem bemängelte Kleves Coach Umut Akpinar auch die hohe Fehlpaßquote seiner Akteure. Folgerichtig hatte der Gast aus Sonsbeck auch die besseren Gelegenheiten. Der 1. FC Kleve konnte während der ersten Halbzeit kaum einmal für Gefahr vor dem Sonsbecker Gehäuse sorgen. Die besseren Szenen verbuchten noch Niklas Klein-Wiele und Mike Terfloth, die jedoch bei ihren Kopfbällen aus zentraler Position vor dem Tor nicht ausreichenden Druck hinter den Ball bekamen. "Unser Spiel ist zu kompliziert gewesen", sagte FC-Trainer Akpinar, der auch bemängelte, dass seine Mannschaft zu wenig Fußball gespielt hätten.

Das wurde nach dem Seitenwechsel insofern besser, da der 1. FC Kleve jetzt die deutlich größeren Spielanteile hatte, während sich der Gegner mehr damit zu beschäftigen schien, auf Konter zu lauern und ansonsten das Unentschieden als persönlichen Erfolg festzuhalten

"Wir haben in der zweiten Halbzeit nichts mehr zugelassen", unterstreicht dann auch auch der Klever Trainer. Doch mit dem Offensivbemühungen seiner Spieler war Akpinar auch weiterhin nicht zufrieden. "Wir sind zwar häufig in die gefährliche Zone gekommen, aber der entscheidende letzte oder vorletzte Ball kam dann nicht mehr an."

Nach Meinung des Klever Trainers hätte seine Mannschaft wohl noch länger als die insgesamt 93 Minuten spielen können, ohne einen zählbaren Erfolg zu verbuchen. Er könne seiner Mannschaft den Willen aber überhaupt nicht absprechen. "Es gibt solche Spiele - und da muss man dann auch mal mit einem 0:0 zufrieden sein", sagte Akpinar nach dem Abpfiff der Begegnung.

1. FC Kleve: Taner - Berressen, Saidov (84. Ehrhardt), van Brakel, Dragovic, Haal, Forster, Klein-Wiele, Terfloth (75. Geurtz), Hühner, Kürkciyan (86. Deckers).

Quelle: RP
 
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