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Dirk Scholten ist neuer Rheingold-Coach

Lokalsport: Dirk Scholten ist neuer Rheingold-Coach
FOTO: Heinz Holzbach
Emmerich. Fußball-Kreisliga A: Der 42-Jährige tritt beim kriselnden Traditionsclub erst einmal bis zur Winterpause die Nachfolge von Holger Wieggers an. Eine längerfristige Zusammenarbeit ist allerdings nicht ausgeschlossen. Von Joachim Schwenk

Der VfB Rheingold Emmerich hat die Trainerfrage nach dem für den Club überraschenden Rücktritt von Holger Wieggers schnell geklärt. Dirk Scholten wird die Mannschaft, die sich in der Fußball-Kreisliga A auf rasanter Talfahrt befindet, zunächst einmal bis zur Winterpause übernehmen. Eine Übergangslösung will der 42-jährige Scholten, der von 2008 bis 2013 Coach der zweiten Mannschaft des VfB war und danach beim B-Ligisten Fortuna Millingen (2013 bis 2015) und bei den A-Junioren des SV Vrasselt (2015/2016) auf der Bank saß, aber nicht sein. "Ich bin schon daran interessiert, länger beim VfB zu arbeiten, dessen erste Mannschaft ich auch immer einmal trainieren wollte. Jetzt wollen wir schauen, wie es in den verbleibenden sechs Spielen bis zur Winterpause klappt und ob ich überhaupt der richtige Mann für diese Aufgabe bin. Dann sehen wir weiter", sagt Scholten. Spätestens Anfang des Jahres wollen der Vorstand und der neue Übungsleiter dann darüber sprechen, ob und wie lange die Zusammenarbeit fortgesetzt wird.

Dirk Scholten wurde der Mannschaft am Dienstagabend beim Training schon als Nachfolger von Holger Wieggers vorgestellt, der nach dem 1:7 am Sonntag gegen den SV Rees das Handtuch geworfen hatte. "Wir sind froh, dass wir so schnell eine Lösung gefunden haben. Dirk Scholten war unsere erste Wahl, weil er Stallgeruch hat und viele Spieler des Teams schon kennt", sagt Thorsten Thüß, Fußball-Obmann des VfB Rheingold. Scholten hatte in dieser Saison bereits das eine oder andere Mal mit der Mannschaft trainiert, um sich fitzuhalten. Außerdem betreute er einige Akteure im Kader bereits bei seinen vorherigen Trainerstationen. "Wir sind davon überzeugt, dass er schon jetzt einen guten Draht zur Mannschaft hat", sagt Thorsten Thüß.

Der neue Coach hatte am Sonntag die 1:7-Niederlage des VfB gegen den SV Rees gesehen, bei der das Team nach gutem Start in die Partie völlig in sich zusammengefallen war. Für den Traditionsclub, der in den letzten sieben Spielen nur zwei Punkte geholt hat, war es nach dem 1:10 gegen BW Dingden und dem 0:3 gegen Fortuna Millingen die dritte happige Pleite vor eigenem Publikum in Folge. "Die Mannschaft ist derzeit keine Einheit. Jeder macht irgendwie sein eigenes Ding. Das muss sich schnell ändern", sagt Scholten.

Der 42-Jährige begann seine Laufbahn als Fußballer bei Eintracht Emmerich. Er wechselte dann in der Jugend zum SV Vrasselt, für den er bei den Senioren in der Landesliga stürmte. In dieser Klasse spielte er auch für den VfB Kleve und den FC Kleve, ehe er 2004 zum VfB wechselte und dort noch vier Jahre in der ersten Mannschaft kickte. "Ich bin als Fußballer zwar nicht beim VfB Rheingold groß geworden. Trotzdem ist das mein Verein, zumal ich nur 200 Meter vom Sportplatz entfernt wohne", sagt Scholten.

Er hofft, dass er die zuletzt verunsichert und blutleer aufgetretene Mannschaft schnell wieder auf Kurs bringen kann. "Ich bin davon überzeugt, dass im Team genug Potenzial steckt, um einen einstelligen Tabellenplatz, der ja Saisonziel des Vorstands ist, zu erreichen. Trotzdem geht es für uns jetzt erst einmal nur darum, dass wir nicht in den Abstiegskampf verwickelt werden", sagt der Coach.

Der VfB Rheingold liegt derzeit als Tabellenelfter noch fünf Punkte vor den drei Plätzen, die hinunter in die Kreisliga B führen. "Wichtig ist, dass die Mannschaft schnell wieder geschlossen auftritt und sich auch wieder wehrt, wenn sie wie gegen den SV Rees nach einem guten Start ein Gegentor kassiert. Das ist mein vorrangiges Ziel und nicht irgendein Tabellenplatz", sagt Scholten. Wenn er erreicht, was er sich vorgenommen hat, wird wohl nichts dagegen sprechen, dass er die Mannschaft, die er immer einmal trainieren wollte, länger als nur sechs Partien betreut.

Quelle: RP
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