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Lokalsport
Landesligist 1. FC Kleve muss sich mit einem 0:0 begnügen

Kleve. Wie sehr Thomas von Kuczkowski, Trainer des Fußball-Landesligisten 1. FC Kleve, mit seinen Spielern mitfiebert, zeigte gestern eine Szene rund zehn Minuten vor dem Schlusspfiff. Als sein Team im Mittelfeld mal wieder nicht den richtigen Weg in Richtung Tor fand, sprang er auf und schmiss den Stuhl hinter sich hin. Von abgefallener Anspannung konnte im Anschluss aber nicht die Rede sein. Bis zur letzten Minute stand die Partie für beide Teams auf des Messers Schneide. Das torlose Unentschieden war am Ende jedoch gerechtfertigt. Von Sabrina Peters

Beide Teams wollten dies auch nicht verspielen, weshalb die 90 Minuten vor allem von Taktik geprägt waren. "Nettetal ist eine sehr gute Mannschaft. Da haben wir schon überlegt, ob wir alles wagen", berichtete von Kuczkowski. Die Gefahr, hinten aufzumachen und ein Tor zu kassieren, war den Klevern allerdings zu hoch. Genauso wie den Nettetalern. "Wer hier das erste Tor gemacht hätte, hätte das Spiel auch gewonnen", sagte Union-Coach Chiquinho da Silva, der ebenfalls nicht viel riskierte.

Näher am Sieg als der Gegner war Nettetal aber zu Beginn des Spiels. Zwar kam Rot-Blau auf mehr Ballbesitz und mehr Zug zum Tor, spätestens im gegnerischen Sechzehnmeterraum war aber Schluss für die Schwanenstädter, die wegen der kompakten Union-Defensive kaum gefährliche Abschlüsse fanden. Vor Beginn der zweiten Hälfte versuchte Keeper Horsmann seine Mitspieler mit einer Ansprache noch mal einen kräftigen Schub mit auf den Weg zu geben. Geholfen hat es wenig. "Wir hätten das Spiel bedingt durch die zweite Halbzeit aber verdient gewinnen können, da wir die klareren Torchancen in Hälfte zwei hatten", meinte von Kuczkowski. Bis auf einen Schuss von Tim Haal kurz vor dem Ablauf der Spielzeit wurde es vor beiden Gehäusen allerdings letztendlich nur wenig spannend.

Brisanz gab es hingegen in der Mitte des Feldes reichlich. In einer immer ruppiger werdenden Partie musste Schiedsrichter Tim Grevelhörster ganze sieben Gelbe Karten verteilt auf beiden Seiten zücken. Besonders bitter traf es Kleves Jan-Philip Maaßen, der in der 73. Minute mit schmerzverzehrtem Gesicht das Spielfeld verlassen musste. Eine erste Diagnose lautete Fußverstauchung oder Prellung. Eine schlimmere Verletzung konnte nicht ganz ausgeschlossen werden.

1. FC Kleve: Horsmann - Maaßen (73. Ehrhardt), Haal, Braun, Prause - Terfloth, Forster - Kurikciyan (66. Maehouat), Klein-Wiele, Hühner - Reintjes (58. Wetzels)

Quelle: RP
 
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