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Rees
Stadt erhöht "sagenhaft billige" Gebühren für Wohnmobilisten

Rees. Acht statt sechs Euro berechnet die Stadt Rees ab sofort pro Tag auf dem Wohnmobilstellplatz an der Ebentalstraße. Die Preiserhöhung war schon seit Jahren von einzelnen Fraktionen im Stadtrat gefordert worden. Insbesondere Grünen-Chef Helmut Wesser hatte die Reeser Gebühren für Wohnmobilisten als "sagenhaft billig" und "in keiner Weise kostendeckend" kritisiert. Der bisherige Münzautomat, den die Stadt im Jahr 2002 gebraucht gekauft hatte, ließ aber keine Umstellung des alten Preises zu.

Nun lieferte die Düsseldorfer Firma Kienzle den neuen Automaten und installierte ihn gemeinsam mit Platzwart Christian Overveld. Der Automat bietet seinen Service in deutscher, englischer und niederländischer Sprache an. Die Stellgebühr von acht Euro pro Tag umfasst auch Strom, Wasser und die Entsorgung von Abfällen. Wohnmobilisten, die nur auf der Durchreise sind, können die Ver- und Entsorgung bei einem kurzen Boxenstopp in Rees für zwei Euro vornehmen. Auch dafür bietet der neue Automat eine Taste. In den nächsten Tagen will die Firma Kienzle die Software nachrüsten, damit auf jedem Parkschein das Logo "Rees erleben" ausgedruckt wird.

Kulturamtsleiter Ludger Beltermann begrüßt die "moderatore Preiserhöhung" auf dem Wohnmobilstellplatz: "Im Vergleich zu unseren Nachbarstädten liegen wir damit weiterhin am unteren Limit und können davon ausgehen, dass uns die Wohnmobilisten treu bleiben."

Schließlich würden die Besucher, denen an der Ebentalstraße insgesamt 47 Plätze für ihre großen Fahrzeuge zur Verfügung stehen, auch für Umsätze in den Reeser Geschäften und Lokalen. Laut Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Rees kostete die Anschaffung des neuen Automaten circa 8000 Euro.

(ms)
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