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Emmerich
Vorstellung geht unter die Haut

Emmerich. Die TiK-Grenzkinder zeigten ihr Talent im Stadttheater. Jetzt wollen sie sich für den Jugendlandeswettbewerb bewerben.

Das ging unter die Haut, das begeisterte und zeigte, welches Potenzial in den Zehn- bis 14-Jährigen der Donnerstag-Gruppe der TiK-Grenzkinder steckt. Nach einem gelungenen Auftritt vor 500 Schülern der Gesamt-, Rheinschule und des Gymnasiums am Freitagmittag im Stadttheater gab's "Deine Gedanken sind Flügel, flieg' und du kannst alles schaffen" am Abend vor 200 Eltern, Großeltern und Geschwistern.

Einfach toll der Einstieg - die Videoinstallation, die von Mark Krause da an die Wand geworfen wurde. Ein schneebedeckter Berg, einer, den es für 14 Tänzer der Flying Sisters And Brothers zu erklimmen galt. Doch zwei Wochen vor dem Hip-Hop-Wettbewerb war Zoff in der Truppe. "Alle sind besser als ich", so Kata, die wütend ihren Rucksack auf den Boden warf.

Da schmunzelte Mama Bianca im Zuschauerraum. Kennt sie von zu Hause. Die Rolle schien dem Mädel auf den Leib geschrieben. "Ich fühle mich beschissen" oder "Ich hatte gedacht, das soll Spaß machen", war von den anderen der Tanzgruppe zu hören. Getoppt wurde die missliche Lage, als die Neue, Unfallopfer und begnadete Tänzerin, dazustieß. "Seit Alex dabei ist, klappt gar nichts mehr", hieß es von einem der Jungs.

Die fordernde Trainerin zog die Notbremse. Sie holte die Samurai Yin Sun, um die wahren Werte des Lebens wie Güte, Ehre und Höflichkeit allen bewusst zu machen. Toll, wie die "kleine" Samurai Yin Sun wieder die Einheit in der Truppe einforderte - und im Schattenspiel ganz groß wurde: "Bezwingt eure inneren Ängste und ihr könnt die Welt erobern." Aus Einzelkämpfern wurden Teamplayer, die letztendlich den Tanzwettbewerb gewannen.

Da können nicht nur die TiK-Regisseurinnen Judith Hoymann und Sandra Heinzel auf die jungen Akteure stolz sein. Eltern, Großeltern und Geschwister wurden nach einem Jahr harter Arbeit im Team überzeugt.

Übrigens: Was im Rahmen des NRW-Rucksackprojektes in Emmerich startete, könnte bald für Aufsehen über die Grenzen der Rheinstadt hinaus sorgen. "Wir wollen uns für den Jugendlandeswettbewerb bewerben", kündigte Hoymann an.

(DK)
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