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Erkelenz
Französischer Markt als "sichere Bank"

Erkelenz. Gestern eröffnete die neunte Auflage des Französischen Marktes in der Innenstadt. Die französischen Händler haben schon eine Menge zu tun. Vor allem die Feinschmecker kommen an diesem Wochenende voll auf ihre Kosten. Von Kurt Lehmkuhl

Der neunte Französische Markt im Herzen von Erkelenz hatte am Freitagmorgen kaum geöffnet, da werfen die Organisatoren auch schon den Blick in die Zukunft: Beim Jubiläum, dem zehnten Französischen Markt, soll es etwas Besonderes geben, etwas, das noch über die aktuelle Attraktivität hinausgeht. Darin sind sich Helmut Dahlen vom Gewerbering Erkelenz und Horst Brauner, der Veranstalter, einig.

Der Französische Markt ist eine "sichere Bank", schwärmt Brauner. Er muss es wissen, immerhin veranstaltet er in 42 Städten Deutschlands diesen Markt. Nach Erkelenz kommen er und die Betreiber der zwölf Stände mit originalen und originellen Produkten aus Frankreich immer gerne. Käse, Wurst, Flammkuchen, Gewürze, Marmeladen, Brot - der Feinschmecker kommt auf seine Kosten. Aber auch der Seifenhändler kann sich über Nachfrage nicht beklagen. "Es gibt viele Stammkunden", bestätigt Brauner, die alle Jahre wieder Besonderheiten erwerben wollen. Sie kommen zum Teil von weit her. "Der Markt ist im Umfeld zu einer festen Größe geworden", sagt Dahlen erfreut. Er lockt Besucher in die Stadt, die möglicherweise sonst nicht den Weg nach Erkelenz gefunden hätten.

Der Anstoß zu diesem Markt ist nicht von Brauner gekommen. "Üblicherweise sondiere ich, wo der Französische Markt sein Publikum finden könnte." In Erkelenz war das anders: Hier hat der Gewerbering die Initiative übernommen und Dahlen den Kontakt aufgebaut. Zur beiderseitigen Zufriedenheit hat sich die Zusammenarbeit entwickelt. Brauner spricht von einer "Kuschelatmosphäre" im Schatten des Alten Rathauses. Die Bäume und der Brunnen zwischen den Ständen der französischen Beschicker geben dem Markt einen besonderen Reiz, zu dem auch der Gewerbering seinen Teil beisteuert. Er hat eine Spielfläche neben den Arkaden des Alten Rathauses aufgebaut, auf dem der französische Nationalsport Boule betrieben werden kann. Ein wenig Entspannung soll halt sein beim Bummel über diesen Markt. "Es gibt nur Produkte, die tatsächlich in Frankreich hergestellt sind und die es in dieser Form nicht in Deutschland zu kaufen gibt", versichert Brauner. So wundert es ihn nicht, dass viele Besucher sich mit großen Mengen Käse oder Honig eindecken.

Die Mitglieder des Erkelenzer Gewerberings beteiligen sich derweil am morgigen Sonntag am Französischen Markt, wenn es zeitgleich den verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt gibt. Die Kapazität des Bäckers von Elsässer Flammkuchen oder des Maronenverkäufers reichen dann gar nicht aus, um die erwarteten Besucher zufriedenstellen zu können. Da ist es schon gut, dass auch die heimischen Händler auf dem Französischen Markt präsent sind.

Quelle: RP
 
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