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Erkelenz
"Hänschen klein" zum Reinschnuppern

Erkelenz: "Hänschen klein" zum Reinschnuppern
Phill (sieben Jahre) versucht sich am Schlagzeug. Schlagzeuglehrer Markus Haus beobachtet aus dem Hintergrund. FOTO: JÜRGEN LAASER
Erkelenz. Beim offenen Unterricht der Kreismusikschule Heinsberg konnten Kinder im Berufskolleg Erkelenz Instrumente ausprobieren. Das Spielen nach Noten ging ganz fix. Auch Gesangsunterricht bietet die Kreismusikschule. Von Philipp Schaffranek

Keine 15 Minuten sind vergangen, da haben Sophie Henschkowski und Lina Speer schon die ersten beiden Stücke auf dem Keyboard gespielt, darunter "Hänschen klein". "Wo die Noten etwas heller sind, sind die etwas länger", hatte Keyboardlehrer Burkhard Böhmer den beiden Zehnjährigen aus Erkelenz kurz zuvor erklärt. Jetzt lobt er die Kinder: "Dafür, dass es das erste Mal war, war es ganz toll." Mit seiner Kollegin Michaela Dirks, die auf die Sitzhaltung der Kinder achtete, hatte Böhmer den Mädchen die ersten Schritte auf dem Keyboard gezeigt. "Ich fand das sehr schön", freut sich Sophie.

Beim offenen Unterricht der Kreismusikschule Heinsberg im Atrium des Erkelenzer Berufskollegs konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene selber viele verschiedene Instrumente ausprobieren und sich über das Angebot der Kreismusikschule informieren. Auch verschiedene Ensembles stellten sich vor. Manche Musiklehrer hatten einige ihrer Schüler eingeladen, um zu zeigen, wie der Unterricht funktioniert und was die Kinder auf den einzelnen Instrumenten lernen. Neben dem Keyboard waren es 13 weitere Instrumente, die vorgestellt wurden. "Gitarre ist nach wie vor beliebt", sagte Gerda Mercks, Leiterin der Kreismusikschule, über eines der beliebtesten Instrumente. Geige und Klavier seien ebenso Instrumente, die viele an der Kreismusikschule lernen. Neu sei seit einem halben Jahr, dass auch Harfenunterricht angeboten wird.

Schon mit gerade einmal zehn Monaten können Kinder an der Kreismusikschule beginnen, Musik zu machen. Bei den Musikbabys spielen Eltern gemeinsam musikalisch mit ihren Babys. Später, bei der musikalischen Früherziehung, lernen die Kinder die Welt der Musik durch Gesang, Tanz und Instrumentenkunde kennen. "Hallo Guten Tag, wir fangen jetzt an" und "Die Jahresuhr", sangen die Kinder der musikalischen Früherziehung, als sie sich beim offenen Unterricht vorstellten. Dabei tanzten und klatschten sie oder spielten auf dem Xylophon.

Im Instrumentalunterricht können Kinder, Jugendliche und Erwachsene dann ein Instrument, zum Beispiel das Keyboard, lernen. An der Kreismusikschule können nahezu alle Instrumente gelernt werden. Auch Gesangsunterricht ist möglich. Das Angebot der Kreismusikschule sei "nicht nur für Kinder interessant", sagte Mercks. Für Erwachsene gibt es eine Zehnerkarte, mit der flexibel zehn Unterrichtsstunden innerhalb eines Jahres genommen werde können.

Ein wichtiger Teil des Angebotes sind die unterschiedlichen Ensembles, in denen die Musiker das gemeinsame Musizieren lernen. Dies geschieht im Sinfonieorchester, Blasorchester, in der Bigband oder in Gitarren- und Keyboardensembles. Neu ist zudem der "Chor International", in dem Kinder verschiedener Nationalitäten gemeinsam singen.

Quelle: RP
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