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Erkelenz
Hooray - "Hätzblatt" feiert Jubiläum

Erkelenz: Hooray - "Hätzblatt" feiert Jubiläum
Hätzblatt - das sind (v.l.) Arnold Kowalski, David Venrath, Tobias Graf, Udo Junker, Christopher Viehausen und Marco Winkler. Zum Jubiläum der Band gab es in der Stadthalle ein rasantes Konzert. FOTO: JÖRG KNAPPE
Erkelenz. Mit einem fulminanten Konzert hat die beliebte Band "Hätzblatt" ihre Jubiläumssession begonnen. Seit 2 x 11 Jahren sorgen die sechs Musiker für Stimmung. Am Montagabend lebten alte Zeiten wieder auf - und das mit alten Bekannten. Von Anke Backhaus

Arnold Kowalski gebührt ein großes Kompliment zur Wahl seiner Schuhe. Knallrot leuchteten sie im Scheinwerferlicht und waren damit perfekt auf das abgestimmt, was er und die weiteren fünf Herren so sympathisch auf die Bühne gezaubert hatten - 2 x 11 Jahre "Hätzblatt" hieß es am Montagabend in der Stadthalle am Franziskanerplatz. Das Motto dabei lautete "Hooray, Hooray und jeck dobei".

Im Saal war eine aufwendige Dekoration für diese besondere Show nicht nötig. Dezent platziert reichten rote, goldene und silberne Luftballons neben einem gut aufgelegten Publikum eigentlich aus. Eigentlich. Denn es sollen mehr als zwei Jahrzehnte Bandgeschichte erzählt werden - am besten funktioniert das singend, musizierend und schunkelnd. Kurzum: Das Jubiläumskonzert zu 2 x 11 Jahren "Hätzblatt" war mehr als das, was es im Vorfeld versprochen hatte.

Einzig Arnold Kowalski (Gesang und Gitarre) und Christopher Viehausen (Gesang und Keyboard) sind aus der Hätzblatt-Urformation aus dem Jahr 1995 übrig geblieben. Nach und nach kamen Udo Junker (Gesang und Bass), Marco Winkler (Gesang und Gitarre), David Venrath (Schlagzeug) und schließlich Frontmann Tobias Graf (Gesang und "Quetsch") hinzu. Gemeinsam stehen sie für den ordentlichen Schuss Herzlichkeit, mit dem sie musikalisch eine große Fangemeinde aufgebaut haben.

Die Band hatte sich für das Jubiläumskonzert so einiges an Überraschungen zurechtgelegt und so das Publikum in den Bann gezogen. "So muss das Leben sein", "Häs du et Hätz am rechte Fleck" oder der "Kleine Schmetterling" waren unter anderem die Songs, die als Opener der Show schon für Schunkelatmosphäre sorgten. Weil dann auch Ausflüge in die Vergangenheit der erfolgreichen Band unbedingt sein müssen, durften die Momente nicht fehlen, in denen "Hätzblatt" der Durchbruch gelang: Gemeint sind die souveränen Siege bei der "Närrischen Hitparade" des WDR. Kleine Videos ließen Band und Fans in tollen Erinnerungen schwelgen. Dabei schlichen sich dann die Hätzblätter auf die Bühne, die längst die Instrumente und das Mikrofon bei "Hätzblatt" aus den Händen gelegt haben: Richtig gut gelungen waren nämlich die Gastauftritte des früheren Frontmannes Manni Baur sowie von Wolfgang und Dietmar Kierchhoff, die Songs wie "Ne schöne Daach", "Knuutschleed" und "Nordisch Walking" ins Programm der Show brachten. "Wir waren damals bei der ,Närrischen Hitparade' ja gar nicht der Gewinner - sondern das wart Ihr", zollte Baur, der gar nichts an seiner fröhlichen Ausstrahlung eingebüßt hat, dem Publikum Respekt.

Fröhliche Ausstrahlung - das lässt sich auf Manni Baurs Nachfolger Tobias Graf problemlos übertragen. Er nämlich kam im Jahr 2014 nach dem Wechsel schnell an beim treuen Hätzblatt-Publikum. Tobias Graf gelang, stets das spitzbübische Lächeln im Gesicht, als Frontmann der Band eine blitzsaubere und sehr kurzweilige Präsentation des Konzertes - ohne dabei die zu vergessen, die hinter ihm für die Musik sorgen. Und so gab es auch die Soli, für die es viel Applaus vom Publikum gab: Etwa für Keyboarder Christopher Viehausen, der gesanglich mit "Cara mia" überzeugte, für Gitarrist Arnold Kowalski, der "Rote Lippen soll man küssen" in Szene setzte, oder Bassist Udo Junker, der den Bläck Fööss-Klassiker "Meiers Kättche" sang.

Stichwort Klassiker: Neben den eigenen Songs durften auch beliebte und bekannte Cover-Nummern nicht fehlen. So etwa der "Kölsche Jung" in zweierlei Hinsicht: "Tobs" Graf ließ es zunächst mit der unvergessenen Version von Willy Millowitsch ruhig angehen, ehe es dann rockiger mit der Nummer von "Brings" wurde. So funktioniert musikalische Vielfalt, die das Publikum mit fleißigem Mitsingen tatkräftig unterstützte.

Die Band nutzte indes nicht nur die große Bühne, vorgebaut war auch "Catwalk", der es "Hätzblatt" ermöglichte, die Show die ganze Zeit über flexibel zu gestalten. Unterstrichen wurde diese Flexibilität auch mit den Videos, die Bestandteil des Abends waren.

Fazit: Statt Halloween gab es eine riesengroße Menge an Spaß, Stimmung, guter Musik und vor allem bester Unterhaltung auf die Ohren und Augen. Auch dank der Technik, für die Dominik Peters von "Ton in Ton" verantwortlich war, war das Jubiläumskonzert in der perfekt beschallten Stadthalle ein echtes Hörerlebnis.

Wer noch nicht genug vom Jubiläum von "Hätzblatt" hat: Das Video zu "Hooray, Hooray und jeck dobei" ist online bei Youtube zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=8XED2lPXCTw.

Quelle: RP
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